Der Weltrekord-Wagen ist endlich fertig

Hanomag-Diesel beim Tag der offenen Tür präsentiert / Fahrt auf der historischen Rennstrecke am 12. Mai

Das alte Hanomag-Feuerwehrauto drehte auch seine Runden.

Störy. „Mit der Resonanz sind wir wirklich sehr zufrieden“, freut sich der Vorsitzende der Hanomag-Interessen-gemeinschaft, Horst-Dieter Görg. Sogar ein Reisebus mit 60 Fahrgästen hat beim mittlerweile 15. Tag der offenen Tür, zu dem das Technik-Forum eingeladen hatte, am Museumsweg Station gemacht. Auf dem Gelände gab es zahlreiche Raritäten zu bestaunen.

Besonders der fertig gestellte Hanomag Diesel Weltrekord Wagen zog die Besucher in seinen Bann. „Am 12. Mai wollen wir ihn auf der historischen Rennstrecke präsentieren. Tatsächlich ist der Rekordwagen bereits 2014 auf der Strecke gefahren, damals fehlten allerdings noch viele Teile der Aluminium-Karosserie“, erläutert der Vorsitzende. Das Original fuhr 1939 auf der heutigen Autobahn 9 bei Dessau vier Weltrekorde und galt als technischer Wegbereiter. Zwölf Jahre hat der Nachbau insgesamt in Anspruch genommen. Dass die Rekonstruktion so lange gedauert hat, lag auf der einen Seite an der Finanzierung des Vorhabens, aber auch an der Beschaffung diverser Teile. Umso größer ist nun bei Horst-Dieter Görg und seinen Mitstreitern die Freude darüber, das Werkzeug aus der Hand legen zu können.

Dazu präsentierte der Verein in Zusammenarbeit mit den Oldtimer-Freunden Hildesheim IG (OFHI) zahlreiche eigene Exponate und Gastfahrzeuge. Weitere besondere Ausstellungsstücke waren in diesem Jahr ein Elektro-Kleinlaster der Hannoverschen Waggonfabrik (HAWA) von 1921, die Dampf-Lokomobile „Angelika“ von 1922, die an dem Tag natürlich unter Dampf stand, sowie ein über 50 Jahre alter VW-Bus T 1, um den sich derzeit eine Gruppe Jugendlicher im Rahmen einer Projektarbeit bemüht.

Auch ein Großteil der Hanomag-Sammlung des gemeinnützigen Trägervereins, bestehend aus Landmaschinen wie dem WD 35 Kleinpflug von 1922, Personenwagen wie dem legendären „Kommissbrot“ von 1927, Baumaschinen wie Radlader und Kettenschlepper sowie Lastwagen verschiedenster Baujahre gab es zu bestaunen. Zum Angebot zählten auch verschiedene Ersatzteile, Flohmarktartikel und Literatur. Die Oldtimer Freunde aus Hildesheim sowie die Freiwillige Feuerwehr Störy sorgten für die Verpflegung der Gäste.mv

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