DRK hat weiterhin viel zu tun

Blutspenden, Kleiderkammer, Jugend, Senioren und ein eigenes Haus – es wird nicht langweilig

Der DRK-Ortsvereinsvorsitzende Hans-Werner Schleusener ehrte Christa Bunk, Ingeborg Neumüller und Christina Philipps für langjährige Zugehörigkeit zum Deutschen Roten Kreuz.

Bockenem. Die Kleiderkammer macht weiter einen großen Teil der Arbeit des DRK-Ortsvereines Bockenem aus, berichtete der Vorsitzende Hans-Werner Schleusener während der Jahreshauptversammlung. In den Räumlichkeiten im Rodentau sind die Helferinnen und Helfer ständig damit beschäftigt, Bekleidung abzuholen, zu sortieren und die Regale zu füllen. Und das seit inzwischen gut zehn Jahren. Jeweils an zwei Wochenenden im Monat können Bedürftige sich „einkleiden“. Insgesamt konnten in 2018 250 Paar Schuhe, 1.200 Mal Bekleidung oder 700 Mal Kinderkleidung verteilt werden. Aber auch Bettwäsche, Handtücher, Decken und 300 Kuscheltiere und Spielzeuge wechselten den Besitzer. Selbst Essgeschirr und der ein oder andere Kinderwagen konnten weitergegeben werden. „Nicht mehr tragbare Sachen werden der Weiterverarbeitung zugeführt und zum Beispiel zu Dämmstoffen, Decken, Putzlappen oder Malerflies verarbeitet. Es kommt nichts in den Müll.“

Doch natürlich betreibt das DRK nicht nur die Kleiderkammer. Der Ortsverein lud im vergangenen Jahr zu sechs Blutspendeterminen. 480 Spender kamen zu diesen, die Zahl ist gegenüber dem Vorjahr etwas zurückgegangen. 25 Erstspender wurden mit einem Willkommensgeschenk begrüßt. Zwei Personen spendeten bereits zum 140. Mal, fünf 120 Mal und vier zum 100. Mal. Pro Termin werden 15 Helfer benötigt. „Unsere Damenriege ist den ganzen Nachmittag damit beschäftigt, das Buffet gut gefüllt zu halten und auch die Räumlichkeiten müssen vorher und hinterher hergerichtet werden“, bedankt sich Schleusener.

Zehn Jahre lang gibt es auch bereits die Besuchsdienste im DRK-Seniorenheim zu Geburtstagen, denn „nicht jeder bekommt an diesem Tag Besuch von den Angehörigen“, so Schleusener. Ein kleines Präsent und zumindest ein wenig Zeit und Gespräche sind daher wichtig.

Bei der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ wurden im verganenen Jahr 109 Päckchen abgegeben, deutlich mehr als in den Jahren zuvor. „Die Zahl der Sammelstellen ist deutlich zurückgegangen“, erklärt der Vorsitzende. So lange es nicht 500 würden, sei das aber noch bewätigbar. Nur neue Artikel dürfen in die Kartons gepackt werden. In drei Altersstufen werden Kinder in armen Ländern in Osteuropa, aber auch der Mongolei oder Nordafrika mit Schulmaterialien, Schal, Mützen oder Süßigkeiten erfreut. Weltweit gehen so zirka 400.000 Schuhkartons auf die Reise.

Bereits im Jahr 2015 wurde dem Ortsverein ein Haus in der Hindenburgstraße überschrieben. Mittelfristig soll dort zum Beispiel die Jugendgruppe unterkommen. Zuvor muss jedoch noch einiges an Arbeit reingesteckt werden. Zuletzt wurden zum Beispiel Bäume und aus Sicherheitsgründen ein alter Fachwerkschuppen entfernt. Auch im Haus selbst ist noch einiges zu tun, ehe die Räumlichkeiten genutzt werden können.

Sehr aktiv war im abgelaufenen Jahr auch die Jugendgruppe. Bei den Kreiswettbewerben qualifizierte sie sich für die Bezirkswettkämpfe und belegte auch dort, in Hoya, den 2. Platz in der Altersklasse. Beim Landeszeltlager in Aurich wurde ein guter Kontakt zum „Nachbarzelt“ aus Einbeck geknüpft. Daher nahmen die Bockenemer beim Abendorientierungslauf in Einbeck teil und konnten diesen sogar gewinnen. Doch es gab natürlich nicht nur Veranstaltungen, sondern auch Gruppenstunden, in denen das Wissen über die Erste Hilfe und das Rote Kreuz im Allgemeinen erweitert wurde. Dem Ortsverein konnten die Jugendlichen beim Stand auf dem Martini-Markt oder den Blutspenden helfen. Für dieses Jahr möchte das Jugendrotkreuz eine Zusammenarbeit mit dem DRK-Altenheim aufbauen und weiter Werbung betreiben, um die derzeitig siebenköpfige Gruppe zu vergrößern. Betreuer sind aktuell Fabienne und Damien Neumann.

Die Seniorenbegegnung lädt weiterhin zweimal im Monat, immer mittwochs ab 15 Uhr, zum gemütlichen Nachmittag in das Seniorenheim ein. Senioren aus der Stadt und dem Heim sind dazu eingeladen. „Leider ist die Teilnehmerzahl zurückgegangen“, so die Betreuer Christel Bunk und Irmtraud Artel. Rund 260 Personen wurden zuletzt mit Kaffee und Kuchen bewirtet. Es wird viel gesungen, gerätselt und gespielt. Das Betreuerteam unterstützt zudem den Ortsverein bei all seinen Unternehmungen, so gut es geht.

Der DRK-Ortsverein Bockenem hat derzeit 95 Mitglieder, das sind fünf weniger als vor einem Jahr.dh

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