Einige Kritikpunkte sind noch zu klären

Sanierungsbeirat lädt zu einer Diskussion am 17. Dezember über die anstehende Marktsanierung

Angeregt wurde in der Vergangenheit eine Zu- und Abfahrt vom Rathaus über den der Stadt gehörenden Weg unmittelbar südlich von St. Pankratius, welcher früher Teil des mittelalterlichen Bockenemer Friedhofs war. Diese Anregung fand aber auch aus Pietätsgründen keinen Zuspruch.

Bockenem. Am 20. Februar dieses Jahres hat die Stadt das Oldenburger Architektenbüro Kilian mit der Planung des Sanierungsprojekts Buchholzmarkt beauftragt, weil die vom Sanierungsbeirat in einen Planungsentwurf zusammengefassten Vorschläge der zurückliegenden zwei Jahre so nicht umsetzbar erschienen. Die Maßnahme ist nun konkret ins Laufen gekommen.

Am 15. Oktober wurden die ersten Vorplanungen präsentiert, von denen der Sanierungsbeirat sich nach eingehender Beratung unter Einbeziehung von Vorschlägen anwesender Bürger für die Variante 2A entschied. Zum jetzigen Zeitpunkt ist wohl vorgesehen, auf der kommenden Ratssitzung am 10. Dezember das Planungsbüro auf der Grundlage der Variante 2A mit der Erarbeitung einer Ausführungsplanung zu beauftragen. Dafür stehen Planungskosten in Höhe von 118.000 Euro zur Verfügung. Diese Ausführungsplanung könnte dann im September 2019 vom Rat beschlossen werden, woran sich umgehend die Ausschreibung zur Auftragsvergabe anschließen würde. Voraussichtlicher Baubeginn dürfte danach der März 2020 sein.

Nun hatte der Sanierungsbeirat, als er für die Variante 2A votierte, sich noch nicht auf die Parkplatzfrage und die Verkehrsführung festgelegt. Denn in dieser Hinsicht bestehen noch unterschiedliche Meinungen und auseinandergehende Vorstellungen. So müsste nach Ansicht einiger Büger beispielsweise die Zufahrt zum Rathaus möglich sein, und die unmittelbaren Parkplätze vor dem Haupteingang dürften nicht entfallen. Auch wird die Zahl von etwa sechs Parkplätzen auf der Südseite des Marktes zum Teil für zu gering gehalten.

In der Bevölkerung der Stadt wird die Variante 2A inzwischen recht heftig diskutiert. Dabei gibt es auch Stimmen, die für einen Beibehalt der Sitzmulde plädieren, welche in den Arbeitskreisen und in den Diskussionen vor 2018 nie zur Disposition gestanden hatte. Deren Eliminierung zugunsten der Einebnung der gesamten Fläche vor dem Rathaus und der Stadtkirche St. Pankratius hatte erst der Planer Anfang dieses Jahres in Vorschlag gebracht. Es gibt zudem eine beträchtliche Zahl von Stimmen, welche die in Diskussion stehende Umgestaltung des Marktes für überhaupt nicht erforderlich halten.

Ihrer Auffassung nach könnte man sich die für diese Maßnahme zu erwartenden hohen Kosten sparen. Für das, was da geplant sei, bestände überhaupt keine Veranlassung, abgesehen von der notwendigen Sanierung der Pflasterung des Oberen Marktes, welche früher schon einmal mit etwa 800.000 Euro veranschlagt worden war. Solcherlei Einwendungen sind auch auf dem Hintergrund zu sehen, dass das Architektenbüro derzeit noch keinerlei Angaben über die voraussichtlichen Baukosten bei der Umsetzung der Variante 2A machen konnte. Das wird wohl erst dann möglich sein, wenn eine Ausführungsplanung vorgelegt wird.

Mit Blick auf die Nivellierung Kritik der Bockenemer Bürgerschaft, welche vor vier Jahrzehnten 1980 nach der damaligen Marktsanierung geäußert wurde und ein Jahr später 1981/82  zu einer neuerlichen Umgestaltung führte, hält es angesichts der jetzigen Diskussion Siegfried Berner als  Vorsitzender des Sanierungsbeirats  für unumgänglich, der interessierten Öffentlichkeit die Gelegenheit zu geben, das ganze Projekt vor Vergabe des Planungsauftrags durch den Rat noch einmal  zu erörtern. Dem Rat schlägt er vor, die anstehende Entscheidung nicht schon im Dezember, sondern erst während der Januarsitzung zu treffen.

Der Termin für diese nochmalige Gelegenheit zur öffentlichen Diskussion der vorliegenden Planungsvariante 2A steht inzwischen und ist am Montag, 17. Dezember, um 18.30 Uhr im Rathaus. Danach allerdings wird es aufgrund des anvisierten Zeitplans kaum mehr möglich sein, mit kritischen Einwendungen wesentliche Vorgaben zu beeinflussen. Der Sanierungsbeirat als Veranstalter fordert die interessierte Öffentlichkeit auf, sich in großer Zahl bei dieser Veranstaltung einzubringen.mk

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