Erweiterte Mülltrennung an der Oberschule Bockenem

Achtklässler stellen in Projektarbeit das neue System vor

Die Achtklässler der Oberschule Bockenem aus dem Wahlpflichtbereich Biologie haben den Fünft- und Sechstklässlern die neue Mülltrennung vorgestellt.

Bockenem. Die Oberschule in Bockenem ist zum wiederholten Mal als Umweltschule in Europa ausgezeichnet worden. Ein Projekt, für die es die Auszeichnung gab, ist die erweiterte Mülltrennung. Der Wahlpflichtkurs (WPK) Biologie des achten Jahrganges stellte diese nun dem fünften und sechsten Jahrgang vor.

„Bisher haben wir in den Klassenräumen nur nach Restmüll und Papier unterschieden“, erklärt Lehrerin Lena Stolzenberg, die das Projekt zusammen mit der Referendarin Talisa Knopf durchführte. Künftig gibt es auch gelbe Säcke und Biomüll. Die entsprechenden Mülleimer dazu stellte der Zweckverband Abfallwirtschaft Hildesheim (ZAH) kostenlos für jeden Klassenraum zur Verfügung. Zusätzlich werden auch Pfandflaschen extra gesammelt. Jahrgangsweise wurden die neuen Mülleimer nun verteilt. Zusätzlich hatten die rund 20 Schüler des WPK Plakate erstellt, auf denen aufgelistet ist, was in welchen Eimer gehört – und das in deutscher, englischer und französischer Sprache. Auch ein Umweltquiz hatten die Achtklässler vorbereitet.

Wie Stolzenberg weiter ausführt, sollen die Jugendlichen insgesamt wieder etwas mehr sensibilisiert werden, was den Umgang mit dem Müll angeht. Der entsprechende Ordnungsdienst, den es in jeder Klasse gibt, soll wieder mehr in den Fokus gerückt werden. Nach Möglichkeit soll insgesamt weniger Müll produziert werden und wenn er doch anfällt, dann sollte er auch in der entsprechenden Tonne landen und nicht auf dem Tisch oder dem Fußboden.

Insgesamt sei das Thema gut angekommen bei den Fünft- und Sechstklässlern. So gut, dass überlegt wird, die „Umweltforum“ genannte Schulstunde auch für den siebten und achten Jahrgang durchzuführen. Und das nächste Projekt steht auch schon auf der Agenda von Lena Stolzenberg. Es hat wieder mit Abfall zu tun: Plastikmüll vermeiden. Dass das dringend nötig ist, haben die neuesten Zahlen des Umweltbundesamtes bewiesen. Demnach ist der Verpackungsmüll im Jahr 2017 in Deutschland pro Kopf so hoch wie noch nie gewesen.dh

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