„Es lief noch besser als letztes Jahr“

40 bunt geschmückte Trecker fahren am Tag vor Heiligabend durch den Ambergau / Ausweitung möglich

Die von der Landjugend Ambergau organisierte Lichterfahrt war auch in diesem Jahr ein voller Erfolg.

Bockenem. Zum zweiten Mal hat die Landjugend Ambergau am Tag vor Heiligabend Weihnachtsstimmung verbreitet. Mit ihrer Lichterfahrt durch den gesamten Ambergau haben sie groß und klein erfreut. Rund 40 bunt verzierte und mit Figuren geschmückte Trecker sowie zwei Lkw fuhren durch fast alle Ortschaften des Stadtgebietes, überall begleitet von vielen Zuschauern. Sogar der Weihnachtsmann saß in seinem Schlitten auf einem Anhänger.

„Es lief diesmal noch besser ab als im letzten Jahr“, berichtete der Landjugend-Vorsitzende Cedric Schrader im Nachgang. Der Startpunkt war diesmal an der Oberschule, die Route wurde etwas verändert, um ein wenig Zeit zu sparen. Das war auch einer der Wünsche des Landkreises bei der Genehmigung. Denn im Premierenjahr dauerte die Fahrt rund vier Stunden. Diesmal war es eine Stunde weniger, die Strecke 30 Kilometer lang. Die drei Ortschaften Ilde, Bönnien und Wohlenhausen konnten auch in diesem Jahr aus verkehrstechnischen Gründen nicht angefahren werden. Zwei Seiten waren die Vorgaben von Landkreis und Polizei. Unter anderem durfte der Verkehr auf der Bundesstraße 243 nicht beeinträchtigt werden. Daher wurde diese auch nur an zwei Punkten, in Nette und Bornum, überquert. Ansonsten ging es über kleinere Straßen und teilweise Verbindungswege durch die Feldmark.

Die Fahrt an sich lief problemlos ab, berichtete Schrader. Die Premiere im vergangenen Jahr hatte zudem wohl Spuren hinterlassen. „In den Dörfern haben uns viele Kinder mit geschmückten Trampeltreckern zugeschaut“, so der Vorsitzende. Auch die Temperaturen um den Gefrierpunkt und kalter Wind hielten sie nicht davon ab. Immerhin blieb es im Gegensatz zum vergangenen Jahr trocken. Musste im vergangenen Jahr die Planung noch innerhalb von zwei Wochen über die Bühne gehen, war diesmal etwas mehr Zeit. Anfang November ging es damit los. Genügend Zeit, für die Dekoration zu sorgen. Im vergangenen Jahr war das schwieriger, begann doch noch vor Weihnachten der Lockdown mit geschlossenen Geschäften. Die Teilnehmer kamen nahezu alle aus dem Stadtgebiet. „Einigen von außerhalb mussten wir absagen, damit es nicht zu groß wird. Aus Rhüden oder Holle waren noch mit Bezug zu Bockenem welche dabei. Zwei Traktoren hatten sogar Anhänger mit dran, auf denen es sich einige Mitglieder gemütlich machten.

Die Veranstaltung an sich habe Potenzial, ist sich Schrader sicher. Ob sie künftig weiterhin jedes Jahr stattfindet, ist aber nicht gesagt. „Darüber müssen wir uns noch unterhalten. Ich persönlich fände auch alle zwei Jahre gut, damit es etwas Schönes bleibt und nicht zu eingefahren wird“, meinte der Bönnier, der in diesem Jahr zum Vorsitzenden gewählt wurde. Er könnte sich auch vorstellen, dass die Stadt mit einsteigt und daraus einen kleinen Weihnachtsmarkt gestaltet. Einige hätten dieses Mal schon gefragt, ob nicht hinterher ein kleines Grillen möglich wäre, bei dem man sich die Trecker wie bei einem Treckertreffen noch einmal anschauen könnte. Aufgrund der Corona-Auflagen war das diesmal schwierig – für die Zukunft gibt es aber auf jeden Fall Ideen, die Lichterfahrt noch ein wenig auszubauen.dh

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