Feuerwehrehrenkreuz in Gold für Stadtbrandmeister Alfred Schneider

Auszeichnung vom Präsidenten des Niedersächsischen Landesfeuerwehrverbandes Karl-Heinz Banse übergeben

Bockenemer Stadtbrandmeister Alfred Schneider (2. von links) erhielt das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold. Karl-Heinz Banse (links) und Josef Franke (rechts) gratulierten auch Werner Kuhlmann, der dieselbe Auszeichnung erhielt.

Bockenem. Der Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen, Karl-Heinz Banse, hat in der Verbandsversammlung der Kreisfeuerwehr Hildesheim davor gewarnt, Einsparungen an der falschen Stelle vorzunehmen. Ganz im Gegenteil müsse die öffentliche Hand Geld investieren, wenn Fahrzeuge außer Dienst gestellt werden müssen. „Die Hersteller kommen derzeit allerdings mit den Bestellungen kaum hinterher“, erklärte Karl-Heinz Banse am Freitagabend vor mehr als 400 Delegierten.

Dabei blickte der Präsident gerade auch auf die vielen Hochwassereinsätze im vergangenen Jahr zurück, die die Feuerwehrleute über Tage in Atem gehalten haben. Er selbst war einige Tage im Krisenstab dabei. „In den Tagen wurde im Kreis Feuerwehrarbeit par excellence geleistet“, so Banse. Trotz der Misstöne in Sachen Organisation sei es möglich gewesen, Bereitschaften in den Landkreis zu schicken. An den Tagen hätte sich auch herausgestellt, wie wichtig diese zusätzlichen Kräfte sind. „Sie haben effektiv und gezielt helfen können“, unterstrich der Präsident.

Auch Kreisbrandmeister Josef Franke bescheinigte den Feuerwehrleuten im Landkreis Hildesheim eine hervorragende Ausbildung. Auf Feuerwehren könnte keinesfalls verzichtet werden, stellte der Chef der Kreisfeuerwehr fest. Neben dem Hochwasser hätten Fahrzeugbeschaffungen, der Umbau der Feuerwehrtechnischen Zentrale Groß Düngen und die Aus- und Weiterbildung die Arbeit beherrscht. Durch den Wassereinbruch fiel die weitere Aus- und Weiterbildung in der FTZ aus. Ende 2017 wurde der Lehrgangsbetrieb mit Einschränkungen wieder aufgenommen. Franke hofft darauf, dass der reguläre Betrieb in der FTZ bald wieder uneingeschränkt aufgenommen werden kann. Das gelte ganz besonders für die Atemschutzwerkstatt. „Der Atemschutzverband hat sich bewährt. Er bietet der Stadt und den Gemeinden viele Vorteile, auch wenn es für die Kommunen ein finanzieller Kraftakt gewesen ist“, meinte der Kreisbrandmeister. Besonders freut er sich darüber, dass der Landkreis Hildesheim mit 108 Jugend- und 64 Kinderfeuerwehren mit an der Spitze des Landes liegt. Ein Lob gab es auch für die Brandschutzerzieher, die 1.650 zusätzliche Stunden zu ihrem regulären Dienst geleistet haben. Josef Franke bedauerte, dass einige Kindertagesstätten von dem Angebot keinen Gebrauch machen würden.

Bei 576 Bränden und 2.085 technischen Hilfeleistungen hätten die Einsatzkräfte im Landkreis ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Dazu kamen 629 Brände und 1.112 Hilfeleistungen im Stadtgebiet von Hildesheim. Der Rettungsdienst registrierte 57.975 Einsätze. „Das sind 168 Einsätze pro Tag in Stadt und Landkreis“, fasste Franke die Zahlen zusammen. Zudem sei vielfach ein hoher Schaden in der Umwelt und Natur abgewendet worden. „Es ist wichtig, über eine entsprechende Ausrüstung zu verfügen. Die Aufgaben wachsen, das gilt auch für die Ausstattung der Wehren“, so der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes.

Positiv fiel auch die Bilanz von Kreisstabführer Thomas Gerberding aus. Die 34 Musik- und Spielmannszüge sowie zwei Feuerwehrchöre hätten in 2017 viele Menschen erfreut. Derzeit sind 1.200 Musiker gemeldet. „Die Jugend- und Kinderfeuerwehren bieten ein vielfältiges Freizeitangebot, auf das nicht verzichtet werden kann“, betonte Kreisjugendfeuerwehrwart Marian Neumann, der sich nach neunjähriger Tätigkeit nicht wieder zur Wahl stellte. Er bedauerte allerdings, dass nur wenige junge Leute in die Einsatzabteilung gewechselt sind. Alexander Bilek, Martin Stenz, Ulrich Gohl, Werner Kuhlmann, Uwe Meyer und Marian Neumann sind aus dem Vorstand ausgeschieden. Mathias Mörke (Brandabschnitt Ost), Winfried Elsebach (Berufsfeuerwehr), Stefan Lehnst (Gemeinde Leinebergland), Heiko Buschmann (Stadt Elze) und Rüdiger Schulz (Stadt Sarstedt) arbeiten nun im Gesamtvorstand mit. Matthias Bellgardt (Bad Salzdetfurth) und Frank Kirchner (Leinebergland) wurden wiedergewählt. Anne Grützner aus Barienrode tritt die Nachfolge von Marian Neumann als Kreisjugendfeuerwehrwartin an.

Als ein weiterer Höhepunkt wurden in der Robert-Bosch-Kantine eine Reihe Feuerwehrleute für ihren stetigen Einsatz ausgezeichnet. Der Präsident des Landesfeuerwehrverbandes ehrte Alfred Schneider (Bockenem) und Werner Kuhlmann (Elze) mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold. Das Ehrenkreuz in Silber erhielten Klaus Kuhlemann (Westfeld), Marian Neumann (Kemme) und Thomas Schubert (Ahrbergen). Die Ehrung von Friedhelm Weiß (Sehlem) erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt. Josef Franke (Söhre) und Jürgen Kuhlemann (Westfeld) freuten sich über die silberne Ehrennadel des Landesfeuerwehrverbandes.mv

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