Für Kinder in aller Welt

Der Trödelfuchs Markus Reinecke sammelte Spenden mit anderen Prominenten beim RTL-Spendenmarathon

Der Wesselner Trödelfuchs Markus Reinecke sammelte beim 25. RTL-Spendenmarathon für die Kinder.

Wesseln. 24 Stunden lang Spenden sammeln und telefonieren: Der 25. RTL-Spendenmarathon ist vorbei und hat ausgerechnet im Jubiläums- und Corona-Jahr einen neuen Rekord geschafft: Rund 15,7 Millionen sind zusammengekommen, um Kindern in Deutschland und der ganzen Welt zu helfen. Zu dem herausragenden Ergebnis hat auch der Wesselner Antiquitätenhändler Markus Reinecke beigetragen, der gemeinsam mit anderen Prominenten am Telefon im Kölner Studio die Anrufe von zahlreichen Spendern entgegengenommen hat. Seit mehr als zwei Jahren gehört der 51-Jährige zum Team der RTL-Show „Die Superhändler – 4 Räume, 1 Deal“. Dabei versuchen die Gäste ihre großen und kleinen Schätzchen zu einem möglichst hohen Preis an die vier Superhändler zu verkaufen. Moderator Sükrü Pehlivan unterstützt die Kandidaten dabei mit Verhandlungstipps.

Der Trödelfuchs aus dem Landkreis Hildesheim ist gerne der Einladung zum Spendenmarathon nach Köln gefolgt. Schließlich liegen ihm die kleinen Leute schon immer am Herzen. „Als ich noch im Bad Salzdetfurther Gewerbeverein aktiv war, standen zum Beispiel zahlreiche Aktionen in den Kitas auf dem Programm“, berichtet der Wesselner. Ein großes Lob richtet er an den Kölner Sender, der mit der Stiftung „RTL – Wir helfen Kindern“ eine großartige Arbeit leistet.
Doch bevor Reinecke seinen Platz am Pult einnehmen durfte, musste er zunächst an Ort und Stelle einen Corona-Test machen. „Das war nicht sehr angenehm mit dem Stäbchen in der Nase. Aber ohne Test durfte niemand das Studio betreten“, berichtet Reinecke. Nachdem der unangenehme Teil – mit negativem Ergebnis – überstanden war konnte Reinecke am Telefon loslegen und fleißig die Spenden der Anrufer notieren.

Seine Superhändler-Kollegen Paco Steinbeck und Sükrü Pehlivan waren ebenfalls mit von der Partie. Dazu hatten sich auch Schauspielerin Uschi Glas, die Sängerinnen Patricia Kelly und Sarah Lombardi, Fußballgröße Reiner Calmund oder FDP-Politiker Christian Lindner am Spendentelefon für den guten Zweck eingesetzt. Alle Mitwirkenden hatten auf ihre Gage verzichtet. „Am anderen Ende der Leitung waren junge und ältere Menschen gleichermaßen. Viele kannten mich aus der Sendung. Einige waren ganz schön aufgeregt, wer denn da mit ihnen spricht. Einer hat sogar vor Schreck aufgelegt“, berichtet Markus Reinecke, der im Januar als Kandidat bei „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ im australischen Dschungel um die Krone kämpfte. Es seien durchweg nette Gespräche gewesen. Und auch die eine oder andere Frage ließ nicht lange auf sich warten. „Einer wollte wissen, wie groß mein Kollege Paco Steinbeck in Wirklichkeit ist. Ein anderer wollte den Teddybär im Studio kaufen“, schmunzelt Reinecke.

Ein wenig mühevoll sei in der Studioumgebung das Notieren der 22-stelligen IBAN-Bankverbindung gewesen. „Das hat natürlich entsprechend gedauert“, blickt der 51-Jährige zurück. Die Spendensumme seiner Anrufer rangierte zwischen zehn und 400 Euro. „Es kommt bei der Aktion auf jeden Cent an. Auch kleinere Beträge helfen“, betont der Wesselner, der für seine ausgefallenen 70er-Jahre-Klamotten bekannt ist. Schlaghose, bunte Hemden und Clogs sind längst zu seinem Markenzeichen geworden. Nach etwa einer Stunde war für den Trödelfuchs der Job am Telefon beendet. Die nächsten Promis warteten da bereits hinter der Kulisse auf ihren Einsatz im Spendenmarathon. RTL hatte im laufenden Programm immer wieder live in das Studio geschaltet.

Die Fernsehkameras werden auch weiterhin auf den Wesselner gerichtet sein. Wegen der guten Quoten im Nachmittagsprogramm beginnt am 1. Dezember die Produktion der mittlerweile fünften Staffel. Dann setzt sich Markus Reinecke wieder jede Woche in den Zug nach Köln, um als Superhändler einen guten Deal zu machen.mv