Hungrig auf Wissen wie die Raupe Nimmersatt

94 Kinder werden in Bockenem und Bornum in die 1. Klasse eingeschult

Britta Miaskowski auf dem Weg mit ihrer neuen ersten Klasse in die erste Schulstunde. Miaskowski ist zudem stellvertretende Schulleiterin in Bockenem.

Bockenem/Bornum. Ein großer Jahrgang wurde am Sonnabend in den beiden Bockenemer Grundschulen, der Kernstadt sowie Bornum, eingeschult. Nachdem es zuletzt meist zwischen 70 und 80 waren, kommen nun 94 Jungen und Mädchen in den ersten Jahrgang. 23 sind es in Bornum, womit die Schule wieder auf gut 100 Schüler kommt. Diese 23 werden auf die drei Eingangsstufenklassen aufgeteilt, in der die beiden ersten Jahrgänge gemeinsam unterrichtet werden.

„Das Sozialgefüge ist sofort da, die neuen Kinder arbeiten sehr schnell mit“, ist Manuela Timmermann von dem Konzept, das nun in das vierte Jahr geht, überzeugt. Sie selbst rückt nun wieder in das „zweite Glied“. Denn nach einem Sabbatjahr ist Christine Luther wieder zurück und übernimmt wie zuvor die Leitung der Lernanstalt. „Wir sind mit Lehrern derzeit sehr gut aufgestellt, von einem Lehrermangel spüren wir hier nichts. Dafür haben wir nun eine Baustelle“, erzählt Luther in ihrer kurzen Begrüßungsrede.

Die fand diesmal in der Turnhalle statt, denn während der Aufbauarbeiten am frühen Morgen begann es zu regnen. Zwar schien während der Feier dann wieder die Sonne, aber, „das war uns zu unsicher.“ Nach dem Schullied, das die Jahrgänge 2 bis 4 gemeinsam sangen, führte die Theater-AG, Leitung Siena Jahn-Hessem das Stück „Max Hase“ auf. Max hat Angst vor der Einschulung und versucht sich mit allen Mitteln, davor zu drücken. Doch am Ende, nachdem ihm vom Arzt bis zur Großmutter, alle gut zugeredet haben, findet er es doch gar nicht mehr so schlimm.

Genausowenig schlimm fanden es die Bornumer Neu-Schüler, die im Anschluss mit ihren Paten aus dem 2. Jahrgang sowie den Klassenlehrerinnen Ute Seibert, Hannah Graen und Daniela Rehse in ihre erste Unterrichtsstunde gingen.

In Bockenem hatte die Englisch-AG das Stück von der Raupe Nimmersatt ausgesucht und führte es, natürlich auf Englisch mit einer teilweisen Übersetzung, auf. Und so, wie die Raupe Nimmersatt immer Hunger hat und später zu einem schönen Schmetterling wird, stellt sich Schulleiter Lars Kohrs auch die Zeit der neuen Grundschüler vor: „Habt immer Hunger auf neues Wissen, dann werdet auch ihr eine tolle Entwicklung nehmen.“ Genau solch eine Entwicklung hätte auch die Schule an sich in den vergangenen Jahren durchgemacht: „Aus einer grauen Schule mit vier Teilen, ist EINE Schule geworden.“ Am Ende sei die Entwicklung aber noch nicht angekommen, schließlich gebe es seit diesem Schuljahr erstmals die Offene Ganztagsschule. Dabei würden sich noch einige Veränderungen und Neuerungen ergeben.

Die gab es dann auch für die neuen Erstklässler, denn für diese ging es nach dem Gottesdienst und der kurzen Feier in der Turnhalle in ihre allererste Schulstunde.dh

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