50.000 Euro fehlen jetzt noch

Nachbau des 1,9-Liter-Rekordwagens: Hanomag-Freunde setzten auf Crowdfunding / Neuer Kalender

Das Kalenderblatt im Monat Februar zeigt den legendären Hanomag-Rekord-Dieselwagen aus der Sicht des Grafikers Rony Lutz. Für die restliche Finanzierung des Nachbaus setzen die Initiatoren auf Crowdfunding.

Störy. Die Hanomag-Freunde aus Störy setzen auf Crowdfunding, um die restliche Finanzierung für den Nachbau des legendären Hanomag 1,9-Liter-Rekordwagens zu stemmen. Dabei steht ihnen die Volksbank zur Seite, die vor kurzer Zeit eine neue Plattform für Projekte und Vorhaben von Vereinen und Verbänden ins Leben gerufen hat. Bei der Hanomag-Interessengemeinschaft geht es um 50.000 Euro, die noch offen sind. „Crowdfunding ist eine gute Möglichkeit, um zumindest einen Teil der Summe abzudecken. Der Vorteil liegt darin, dass viele mit einem kleinen Beitrag zum Erfolg beitragen können“, erklärt der Vorsitzende der Hanomag IG, Horst-Dieter Görg.

Der originale Diesel-Rennwagen hat seinerzeit Geschichte geschrieben. Im Februar 1939 fuhr Karl Haeberle, ein Ingenieur der Hanomag aus Hannover, mit dem Diesel auf der Autobahn bei Dessau vier Weltrekorde ein. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei 165 Stundenkilometer. Das in den Nachkriegswirren verloren gegangene Fahrzeug wurde in den letzten Jahren auf Basis noch vorhandener, damaliger Serientechnik neu aufgebaut. Außer wenigen Fotos und Zeichnungen existierten fast keine Unterlagen mehr. Viele Enthusiasten haben sich für den Nachbau eingesetzt. „Mit der Rekonstruktion dieses Wagens wird ein Meilenstein der Technikgeschichte zurück auf die Straße gebracht“, unterstreicht der Vorsitzende.

Das Geld, das durch die Crowdfunding-Plattform in die Kasse gespült wird, ist nötig, um die Zukaufteile sowie die Materialien für das Diesel-Rekordwagen-Projekt zu bezahlen. Dabei handelt es sich unter anderem um die Kosten wie zum Beispiel der Ankauf des Fahrgestells aus einer Sammlungsauflösung, neue Bereifung sowie der Zukauf von Getriebe und Motor. Ein Ziel haben Görg und die Hanomag-Freunde aus Störy fest vor Augen: Vom 10. bis 12. Mai 2019 soll der Hanomag wieder soweit einsatzbereit sein, um erneut in Dessau bei der zweiten Historischen Rennwoche für Stromlinienfahrzeuge an den Start zu gehen. Wer das Projekt unterstützen möchte, kann sich im Internet auf dem Crowdfunding-Portal der Volksbank unter www.mehrwerte.viele-schaffen-mehr.de informieren – und natürlich auch spenden. Stichtag ist der 19. Dezember.

Wer von den schnittigen Linien des Hanomag Rekord-Rennwagens gar nicht genug bekommen kann, sollte einen Blick auf den neuen Stromlinien-Kalender für das Jahr 2019 werfen. Die Jahresübersicht der auf 1000 Exemplare limitierten Jahresübersicht ist im Olms-Verlag zum Preis von 28 Euro erschienen.

Perfekt in Szene gesetzt wurde der Flitzer im Monat Februar von dem Grafiker Rony Lutz, der auch die übrigen Kalenderblätter mit seinen Zeichnungen illustriert hat. Über mehrere Stationen ließ sich Rony Lutz zum Grafiker ausbilden, arbeitete in einer Großdruckerei und kam schließlich 1969 zum Automobilhersteller SAAB. Rony Lutz arbeitete bis zur Pensionierung mit Pinsel und Wasserfarben bei dem Unternehmen; dann widmete er sich der Geschichte der Stromlinienwagen in traditioneller Maltechnik in überaus überzeugenden Bildern. Zwölf gelungene Beispiele seiner Arbeiten sind in der Jahresübersicht, die unter der Bestellnummer 978-3-487-08614-9 im Buchhandel bezogen werden kann, zu sehen.mv

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