Im sechsten Buch geht es bis Kanada

Dr. Albrecht Göstemeyer, Besitzer der Dillsburg, veröffentlicht den Roman „Steinreisen“

Dr. Albrecht Göstemeyer hat mit „Steinreisen“ bereits sein sechstes Buch veröffentlicht. Gerne schreibt er auf der Dillsburg bei Bockenem, die seit Jahrzehnten in Familienbesitz ist.

Bockenem. Acht Jahren lang lag das Manuskript bereits in seiner Schublade – nun wurde es veröffentlicht. Der Hildesheimer Dr. Albrecht Göstemeyer, Besitzer der Dillsburg oberhalb von Bockenem, hat mit „Steinreisen“ sein inzwischen sechstes Buch veröffentlicht. „Es kam immer etwas dazwischen, andere Bücher hatten Vorrang“, erklärt der Autor. Jedes Jahr ein Buch, dass ist seit einiger Zeit sein Motto. In den vergangenen Jahren hat er sich daran gehalten. „Ich möchte flüssig und unterhaltsam schreiben, daher sind es auch Abenteuer- und keine Problemromane“. Satire ist ein weiteres Element, dazu eigene Kinderheitserfahrungen. In der Regel gibt er seinen Werken auch ein Happy End. Gerne bringt Göstemeyer Lokalkolorit mit in seine Bücher. Das ist auch diesmal der Fall.

Denn die Geschichte beginnt in einer Kleinstadt im Weserbergland des südlichen Niedersachsens. Der Name wird nicht genannt, denn „der Leser soll selbst projizieren und nachdenken, wo er sich befinden könnte“. Später geht es auch nach Berlin, ins Rheinland und bis nach Kanada. Diese Orte hat der 74-Jährige selbst recherchiert. „Das macht mir viel Spaß. Teilweise war es gar nicht so einfach, an die entsprechenden Informationen zu kommen“, denkt Albrecht Göstemeyer zurück. Auf seiner Liste stand beispielsweise eine deutsche Ausgabe der Vinland Sagas, isländische Sagen aus dem 13. und 14. Jahrhundert.

Hauptpersonen in „Steinreisen“ sind die beiden Kinderfreunde Hartmut und Stefan, die zum Studieren aus ihrer Stadt wegziehen, später zurückkommen und auf unterschiedliche Art und Weise an den Eigenheiten der Provinzstadt scheitern. Sie wandern nach Berlin und Köln aus. Eines Tages verschwindet Hartmut, der nicht weiß, dass seine Freundin Elke von ihm schwanger ist. Diese wendet sich an Stefan, der sich während und nach der Schwangerschaft um sie kümmert. Beide verlieben sich ineinander. Jahre später bringt ein Brief von Hartmut Hinweise auf seinen Aufenthaltsort. Stefan und Elke machen sich auf die Suche. Eine große Rolle spielen dabei Steine, die Hartmut schon als Kind immer gesammelt hat. Ein Stein ist dabei ganz besonders, denn er macht eine Entdeckung von historischer Bedeutung möglich.

„Steinreisen“ soll nicht das letzte Buch des 74-Jährigen sein, ein weiteres ist schon fast fertig. Denn Göstemeyer möchte seinem erwähnte Motto gerne noch etwas treu bleiben. Daher ist auch im Jahr 2020 wieder mit einem Buch von ihm zu rechnen.dh