Imker appellieren an die Bevölkerung

Imkerverein Ambergau bittet darum, insekten- und bienenfreundliche Bäume und Sträucher zu pflanzen

Die Imker aus dem Ambergau sorgen sich um die Bienen. Sie appellieren, insektenfreundliche Bäume und Sträucher zu pflanzen.

Bockenem. Die Mitglieder des Imkervereins Ambergau, der bereits gut 120 Jahren besteht, haben im Rahmen der Hauptversammlung mit Ulrich Weber als Vertreter der Unteren Naturschutzbehörde intensiv über Naturschutz und Insektensterben diskutiert. Viele heimische Insekten sind stark bedroht. Besonders die Honigbienen oder auch die Wildbienen finden in dieser Gegend nach der Lindenblüte kaum noch Nahrung. Nach einer Krefelder Studie ist in Deutschland in 25 Jahren die Insektenmasse um 70 Prozent geringer geworden, mit Auswirkungen auf den gesamten Öko-Kreislauf.

Dabei gilt es nicht einem Berufsstand die alleinige Schuld zu zuweisen, vielmehr sind alle privaten und öffentlichen Grundeigentümer zum Handeln aufgefordert. Der Vorsitzende Friedrich Wißmann appelliert daher an die Bürger im Ambergau, doch bitte vermehrt insekten- und bienenfreundliche Bäume, Sträucher und Stauden zu pflanzen, und zwar insbesondere die Arten, die noch lange in den Herbst hinein blühen. „Auch Wildblumenflächen sind entschieden besser als Steine im Vorgarten. Tipps geben sowohl die Umweltorganisationen wie auch der Imkerverein“, sagt Wißmann.

Nach Auskunft von Bürgermeister Block sieht auch die Stadt Bockenem die Probleme und bemüht sich durch Beispielflächen eine Vorbildfunktion einzunehmen. „Das ist erfreulich. Gut wäre es, wenn viele Bürger sich daran beteiligen. Viele kleine Maßnahmen helfen“, betont der Vorsitzende.mv

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