In den Ruhestand verabschiedet

Pastor Werner Warnecke war zwölf Jahre lang im nördlichen Ambergau tätig / Sonntag Verabschiedung in Hary

Werner Warnecke war fast zwölf Jahre im Ambergau als Seelsorger tätig.

Hary. Als Ruheständler fühlt sich Pastor Werner Warnecke noch nicht so richtig, obwohl für ihn am 1. Mai eigentlich ein neuer Lebensabschnitt begonnen hat. Aber einige Dinge stehen noch auf seiner To-Do-Liste als Geistlicher für die evangelisch-lutherische Trinitatis-Kirchengemeinde im Ambergau, zu der die Ortschaften Hary, Störy, Bönnien, Bültum, Nette, Upstedt und Ilde gehören. So gestaltet der 65-Jährige noch den Konfirmationsgottesdienst und den ersten Waldgottesdienst der neuen Saison. „Wo sind nur die fast zwölf Jahre geblieben? Sie sind wie im Fluge vergangen“, blickt der Pastor zurück.

Die Begegnungen mit den Menschen seien für ihn sehr wichtig gewesen, ganz gleich ob bei freudigen oder traurigen Anlässen. „Ich hoffe, dass ich in den meisten Situationen die richtigen Worte gefunden habe“, erklärt der Seelsorger. Aber auch die Gottesdienste mit Kindern oder die Besuche in den Kitas Hary und Nette hätten bleibende Eindrücke bei ihm hinterlassen. Insgesamt überwiegen die positiven Erfahrungen in den elfeinhalb Jahren. „Es war eine gute Stelle. Die Zusammenarbeit mit dem Kirchenvorstand war vorbildlich und konstruktiv“, erklärt Warnecke. Sehr geschätzt hat er auch den Dienst der Lektoren und der vielen ehrenamtlich Tätigen, wie zum Beispiel die Musiker oder Gemeindebrief-Austräger.

Als für Werner Warnecke Ende 2007 seine Zeit im Ambergau begann, hatte es im Sommer gerade die Gründung zweier Gemeinden und des Verbandes gegeben. Nun sind die Ortschaften zu der Trinitatis-Kirchengemeinde zusammengewachsen. „Es ist schon ein längerer Prozess, zumal jede Gemeinde oder Ortschaft auf eine eigene Geschichte zurückblickt“, sagt der Geistliche. Die Vereinigung sei gewachsen und ein richtiger Schritt gewesen, der sich über Jahre angebahnt hat. „Und für die Zukunft ist die Gemeinde damit auf einem guten Weg. Die Gestaltungs- und Freiräume sind weit offen“, betont der Pastor. Wie sich die Kirche im ländlichen Raum weiter entwickelt, ließe sich seiner Meinung nach schwer einschätzen. „Die Sozialisation geht mehr von der Kirche weg. Es gibt aber einen treuen Stamm. Nicht zu vergessen spielt die demographische Entwicklung mit hinein“, meint er.

Eine Möglichkeit, die Menschen zu erreichen, sieht er in Projektarbeiten. Eine andere Möglichkeit seien Glaubensseminare. Ein Stück weit liegt es auch in der Verantwortung der Kirchenvorstände. Warnecke glaubt aber nicht daran, große Massen bewegen zu können. Auch über die Kindergärten seien Eltern wieder zur Kirche gekommen. In der Region halte sich die Zahl mit 1.300 Gemeindemitgliedern aber auf einem recht stabilen Niveau.

Zu seinen weiteren beruflichen Stationen zählten zwölf Jahre in Südafrika. Vor dem Wechsel in dem Ambergau stand der Pastor elf Jahre in Groß Oesingen bei Gifhorn auf der Kanzel. Im Ruhestand plant Werner Warnecke mit seiner Frau Margitta verschiedene Reisen, erst einmal geht es vier Wochen nach Italien. Auch der Haustausch bleibt ein für das Paar ein spannendes Thema. Beide bleiben der Region treu und wohnen auch weiterhin in Wesseln.

In der Zeit der Vakanz hat die Geschäftsführung Lamspringes Pastors Stephan Gensicke übernommen. Beerdigungen und Taufen übernimmt Pastor Ralph Thomas Strack aus Bockenem. Die Landeskirche Hannovers hat die Vollzeitstelle bereits ausgeschrieben. Angesprochen sind auch Pastorenehepaare, denn in der Nachbargemeinde Holle wird durch den Weggang von Hanna Wagner eine Dreiviertelstelle frei. So könnten die Geistlichen unter Umständen in das Pfarrhaus in Hackenstedt einziehen.

Die Verabschiedung von Pastor Werner Warnecke findet am Sonntag, 26. Mai, um 11.30 Uhr in der St.-Katharinen-Kirche in Hary statt. Anschließend folgt ein Empfang.mv

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