Kommt die Deutsche Glasfaser auch nach Bockenem?

Infoabende am 3. und 5. September in der Gaststätte Gaus

Post vom Bürgermeister haben kürzlich die Einwohner Bockenems erhalten. Darin werden sie über das Interesse der Deutschen Glasfaser für einen Ausbau des Stadtgebietes mit Glasfaserkabeln informiert.

Bockenem. Die Glasfaser gilt als der Datenübertäger der Zukunft. Mit bis zu 1 Gigabit pro Sekunde können Nutzer mit dieser Technologie durch das Internet „surfen“. Bislang ist die Glasfaser vor allem in Großstädten und Ballungszentren verbreitet. Das Privatunternehmen Deutsche Glasfaser aus Nordrhein-Westfalen will das ändern. Schon seit einigen Jahren baut es Glasfasernetze auch in der Fläche und in ländlichen Gebieten. In einigen Gebieten des Landkreises ist das Unternehmen bereits aktiv, nun möchte es auch nach Bockenem.

Mit einem Infobrief an alle Haushalte informierte Bürgermeister Rainer Block die Einwohner über das Vorhaben. „Leistungsfähige Internetanschlüsse sind ein wesentlicher Baustein für die Zukunftsfähigkeit des Ambergaus. Die Entwicklung des Internets und die damit verbundenen Dienste und Möglichkeiten haben in den letzten Jahren große Auswirkungen auf alle unsere Lebensbereiche Genommen und der Bedarf an leistungsfähige Internetverbindungen steigt rasant an.“

Die Stadt habe daher einen Kooperationsvertrag mit der Deutschen Glasfaser geschlossen. Das besondere an dem Angebot ist, dass die Glasfaser bis zum Hausanschluss gelegt wird. Bisher haben die meisten Anbieter diese nur bis in die Verteilerkästen verlegt und von dort bis in die Häuser, die sogenannte letzte Meile, auf Kupferkabel gesetzt. Dies verringert die Übertragungsraten jedoch deutlich.

Für die Stadt entstehen dabei keine Kosten, das Unternehmen trägt diese selbst. Es gibt lediglich eine Bedingung für den Ausbau in Bockenem, so, wie es auch in anderen Gemeinden üblich ist: Mindestens 40 Prozent der anschließbaren Haushalte müssen sich bis zum Stichtag am 30. November diesen Jahres für einen Glasfaseranschluss entscheiden. Dafür übernimmt Deutsche Glasfaser die Baukosten für den Hausanschluss. „Das ist ein einmaliges und zeitlich begrenztes Angebot“, so Bürgermeister Block. Nach einer Erstvertragslaufzeit von zwei Jahren besteht die Möglichkeit, wieder zum alten Anbieter zurückzuwechseln, der Glasfaser-Hausanschluss bleibt dabei bestehen.

Außen vor sind dabei einige Einzelgehöfte im Stadtgebiet und vorerst auch wieder einmal Wohlenhausen. Alle anderen können sich bei Infoabenden am 3. und 5. September, jeweils ab 19 Uhr im Gasthaus Gaus in Mahlum informieren. Doch auch für Wohlenhausen gibt es noch Hoffnung. Der Landkreis wird auf Bitte der Stadt Bundesmittel beantragen. Das soll wohl noch in dieser Woche geschehen. Da das Verfahren laut Block für die Unternehmen verbessert wurde, stehen die Chancen nun besser, das sich auch tatsächlich jemand auf diese Fördermittel bewirbt. Beim bislang letzten Versuch hatten am Ende alle Interessenten abgesagt. Von der Glasfaser sind die rund 80 Einwohner also noch weit entfernt – wobei sich durchaus auch die Deutsche Glasfaser um die Mittel bewerben könnte. Für die Wohlenhäuser wäre das noch mehr als ein Quantensprung.dh

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