Langes Warten auf Feuerwehrfahrzeug

Auslieferungstermin für das neue Bornumer Löschfahrzeug ist am 23. September 2020

Die städtische Feuerwehrspitze auf der Ausschuss-Sitzung in Nette; vorn links Stadtbrandmeister Alfred Schneider, daneben sein Stellvertreter Ralf Sander und am Tisch hinten Ausschussvorsitzender Karl-Heinz Hodur und Bürgermeister Rainer Block.

Nette/Bockenem. In diesem Jahr wird die städtische Feuerwehr im Rahmen der Ersatzbeschaffungen kein neues Fahrzeug übernehmen, wohl aber im nächsten. Der Auftrag für den Nachfolger eines 34 Jahre alten Löschfahrzeugs in Bornum ist bereits vergeben, mit der Auslieferung und Übergabe kann im kommenden Jahr gerechnet werden. Liefertermin soll am 23. September 2020 sein. Dies teilte Bürgermeister Rainer Block während der  6. öffentlichen Sitzung des Feuerschutzausschusses mit, die unter der Leitung ihres Vorsitzenden Karl-Heinz Hodur am Dienstag im Feuerwehrhaus Nette stattfand. Zugleich informierte er über die anderen anstehenden Ersatzbeschaffungen, die in der Summe acht Fahrzeuge betreffen, die meisten von ihnen rund 30 Jahre alt.

Mit der Änderung des Niedersächsischen Brandschutzgesetzes vom 16. Mai 2018 wird die Altersgrenze der Feuerwehrkräfte für die Mitgliedschaft in den Einsatzabteilungen auf die Vollendung des 67. Lebensjahres festgelegt. Bislang war es das 63. Lebensjahr. Damit trägt man auch den bei den Feuerwehren gegebenen allgemeinen demografischen Veränderungen Rechnung. Weiterhin sieht die neue Gesetzesänderung eine Pflichtenbelehrung neuer Mitglieder der Feuerwehr vor, welche nach Eintritt aktenkundig zu machen ist. Diese sollte aus praktischen Erwägungen dem jeweiligen Ortsbrandmeister überlassen werden. Was die Regelung der Auskunftserteilung anbelangt, wird diese bei den Ortsbrandmeistern beziehungsweise den Einsatzleitern liegen.

Diese Neuerungen des Brandschutzgesetzes wurden am  Dienstag im Ausschuss zur Kenntnis genommen und werden an entsprechender Stelle in die Bockenemer Feuerwehrsatzung eingearbeitet werden. Auch wird die für Feuerwehrmitglieder geltende Entschädigungssatzung eine Änderung erhalten. Neu wird in dieser ein Ansatz von  jeweils 15 Euro monatlich für die Kinderfeuerwehrwarte sein, von denen es derzeit drei in den Wehren von Bornum, Hary/Störy/Bönnien und Schlewecke gibt. Dieser neue Ansatz  macht für die Stadt pro Jahr insgesamt 540 Euro aus.

Ebenfalls 15 Euro monatlich soll der Administrator des neuen Feuerwehrverwaltungsprogramms „Feuer/ON“ erhalten; ein Posten welcher aktuell von Marco Kusche aus Nette eingenommen wird. Angestrebt wird mit diesem Programm, mit dem die Digitalisierung bei der Feuerwehr Einzug hält, eine entsprechende Vereinheitlichung aller Wehren im Stadtgebiet, welche sich in der ersten Stufe auf die Personaldaten erstreckt, später dann auch die Ausrüstung einbeziehen soll. Der Beginn dieser Arbeiten wurde mit der Feuerwehr Nette gemacht.

Weitere Mitteilungen auf dieser Ausschusssitzung betrafen die Ausgabe von 4.000 Euro für die Renovierung der zehn Jahre alten hydraulischen Rettungssätze und Überlegungen zur Ersatzbeschaffung der 15 Jahre alten Chemieschutzanzüge. Die beiden Anzüge der Bockenemer Feuerwehr mussten Ende 2018 überraschend ausgemustert werden, hatte Ortsbrandmeister Ulf Liewald während der Versammlung seiner Wehr am vergangenen Sonnabend berichtet. Stadtbrandmeister Alfred Schneider sprach die veränderten Einsatzbedingungen beim Löschen verunglückter E-Fahrzeuge an, welche sich künftig an einer speziellen Rettungskarte zu orientieren haben.mk

Bockenem

AWO-Lädchen zieht um

Hagen Popowski bleibt an der Spitze