Lisa und Jan werden weiter unterstützt

Schulmaterialien: 80-Euro-Gutscheine für künftige Erst- und Fünftklässler

Unterstützen das Projekt „Ein guter Start für Lisa und Jan im Ambergau“ (von links): Gerd-Christian Barte (Bürgerstiftung), Marion Semisch und Ursula Lother (AWO), Bettina Mai (Diakonisches Werk) und Torsten Wundenberg (Büma-Service).

Bockenem. Auch in diesem Jahr erhalten 40 Erst- und Fünftklässler im Ambergau Gutscheine für Schulmaterialien. Dank der Spenden der Bürgerstiftung Bockenem / Ambergau über 1.600 Euro, des AWO-Lädchens über 350 Euro, des Bastelkreises Hary sowie der Kirchengemeinden und der Diakonie können sie jeweils 80-Euro-Gutscheine in Empfang nehmen. Ausgewählt werden die Familien über die Kindergärten und Grundschulen. „Das müssen nicht alles Hartz-IV-Empfänger sein. Auch Kinder, deren Familien knapp über dem Satz liegen, benötigen oft Hilfe“, sagt Bettina Mai vom Diakonischen Werk, die das Projekt koordiniert. Denn die Kosten im Einschulungsjahr betragen rund 300 Euro, beim Übergang in die fünfte Klasse sogar noch etwas mehr. Zwar gibt es Zuschüsse über das Bildungs- und Teilhabegesetz, „aber das reicht nicht aus“, weiß Mai.

Die Gutscheine können zweckgebunden im Bockenemer Schreibwarengeschäft Büma für jeglichen Schulbedarf eingelöst werden, von Büchern bis hin zur Brotdose. Das Zusammenspiel der beteiligten Akteure  funktioniert seit 2013 hervorragend, berichten alle unisono. Insgesamt 234 Kinder konnten so im Stadtgebiet seitdem bereits unterstützt werden, nachdem es 2012 im Landkreis ein Großprojekt gab. Anschließend wurde es lediglich im Ambergau sowie in den Kirchengemeinden Eime und Ith fortgesetzt.

„In einer kleinen, überschaubaren Region wie hier, funktioniert das super, die Vernetzung ist gut. Man merkt auch nicht, dass es sich sogar um zwei verschiedene Landeskirchen handelt“, freut sich Bettina Mai. Gerd-Christian Barte von der Bürgerstiftung bestätigte dies und gab bekannt, dass es im Stiftungsvorstand keinerlei Diskussionen über die Fortsetzung der Unterstützung gab. Ursula Lother (AWO) versprach, das Projekt so lange zu unterstützen, wie es fortgeführt wird.

Zwar gibt es aufgrund des Familien-Stärkungs-Gesetzes demnächst höhere Beträge für Schulmaterialien, doch diese reichen nur für die „normalen“ Schuljahre. Sonderzulagen sind jedoch nicht vorgesehen. „Eine Lernmittelfreiheit, wie es sie früher bereits gab, wäre wichtig und würde sehr helfen“, sind sich alle Beteiligten einig.dh

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