Neue Fläche für den Umweltschutz

AG Natur- und Umweltschutz im Ambergau erwirbt 2.500 Quadratmeter bei Volkersheim

Bockenem. Eine 2.500 Quadratmeter große Fläche konnte die AG Natur- und Umweltschutz im vergangenen Jahr erwerben. Diese befindet sich nördlich der Volkersheimer Mühle in Richtung Schlewecke direkt an der L497. Dort sollen künftig einige Pflanzen wachsen. „Das könnten zum Beispiel Hochstauden sein, die in unserem landwirtschaftlich geprägten Gebiet immer weniger werden“, meint der Vorsitzende Gerhard Jörn. Für den Kauf weiterer Gebiete im Bereich des Nettetals hat die AG immer noch einige Mittel zurückgestellt. Die Flurbereinigung laufe immer noch, solle aber im Laufe des Jahres abgeschlossen werden, so Jörn. Mit der neuen Fläche bei Volkersheim betreuen die Naturschützer derzeit 20 Gebiete im Stadtgebiet Bockenem.

Diskutiert wurde das Problem, dass an den Ackerrändern immer häufiger nur noch Grünstreifen und kaum noch Pflanzen vorzufinden sind. Diese wären insbesondere für Insekten wichtig. Außerdem wurde angemerkt, dass einige Landwirte ihre Ackerflächen immer weiter in Richtung Straße vorschieben würden und dabei bestehende Grenzen ignorieren würden. Ob das der Stadt möglicherweise sogar recht sei, da dadurch die Pflege der Grünstreifen weniger werde, stellte Jörn in den Raum. Das wies Bürgermeister Rainer Block zurück und meinte, sollte es solche Grenzverletzungen geben, sollten diese gemeldet werden: „Wir haben halt keinen Mitarbeiter, der sich regelmäßig die Grenzverläufe anschauen kann.“ Das Stadtoberhaupt hatte aber auch eine Nachricht, die die Mitglieder erfreute. Als Ausgleichsfläche für das neue Dorfgemeinschaftshaus in Bönnien werde eine Streuobstwiese bei Werder reaktiviert und zudem noch 25 neue Bäume gepflanzt. Diese Idee hatte Gerhard Jörn Anfang des Jahres im Rathaus eingebracht.

Block zeigte sich beeindruckt von der Vielzahl der Veranstaltungen, die die Mitglieder in jedem Jahr durchführen. „Sie leisten einen großen Beitrag für den Ambergau, der in der heutigen Zeit sehr wichtig ist.“ Nicht immer sei es einfach, den Hochwasserschutz mit dem Umweltschutz in Einklang zu bringen. Beides sei aber wichtig.

Der Vorsitzende konnte mitteilen, dass Sturm „Friederike“ in den Gebieten der AG wenig Schaden angerichtet hatte. Dies liege zum einen daran, dass dort kaum Fichten stünden, die es ganz besonders häufig traf. Zum anderen an der guten Pflege. So werden die Bäume zurückgeschnitten, wenn sie zu hoch wachsen, um weniger Angriffsfläche zu bieten.

Die Wahlen liefen allesamt problemlos ab. Als stellvertretende Vorsitzende wurden Bernhard Kammer und Roland Jansen genauso wiedergewählt, wie der stellvertretende Schriftführer Peter Schmidt sowie der stellvertretende Kassenwart Steffen Liekefett.dh