Planschbecken soll erneuert werden

Planungskosten sind bereits im Haushalt eingestellt / Stadtbad verzeichnet etwas weniger Besucher

Das Planschbecken im hinteren Bereich des Bockenemer Stadtbades soll erneuert werden. Im aktuellen Haushalt der Stadt sind bereits die Planungskosten eingestellt. An den tatsächlichen Arbeiten wird sich dann auch der Stadtbadförderverein beteiligen.

Bockenem. „Nutzen Sie das Bad ab dem 29. April“, rief Olaf Kempe, Vorsitzender des Stadtbadfördervereins (SFV) Bockenem, den anwesenden Mitgliedern bei der Jahreshauptversammlung am Montagabend zu. Am kommenden Sonntag um 10 Uhr findet das Anschwimmen statt. Bis 12 Uhr ist der Eintritt dann kostenlos. Der SFV empfängt die Gäste mit einem Glas Sekt und Biergartenbetreiber Ulf Schliebaum bereitet die weitere Verpflegung vor. Vor kalten Temperaturen braucht sich niemand zu fürchten, das Bad hat bereits konstant angenehme 24 Grad.

Einige Neuerungen gab es bereits im vergangenen Jahr beziehungsweise im Laufe des Winters. Im?Eingangsbereich gibt es nun neue Schließfächer, das System ist auch noch erweiterbar. Unter den Sprungtürmen wurden Fallschutzmatten eingebaut. „Damit haben wir für noch mehr Sicherheit gesorgt“, freut sich Kempe. Auch in die Bepflanzung und neue Tische und Bänke hat der Verein investiert. Insgesamt waren es so im vergangenen Jahr rund 3.700 Euro. Die Lange Nacht ist wieder gut gelaufen, Dank einiger Sponsoren bleiben die Kosten für den SFV gering.

Im hinteren Bereich der Liegewiese wird derzeit ein Basketballkorb aufgebaut. „Damit wird das Bad noch ein wenig attraktiver“, ist sich Kempe sicher. Ein größerer geht in diesem Jahr in die Rücklagen. Denn die Stadt plant, das Planschbecken zu erneuern. In den Haushalt dieses Jahres sind bereits die Planungskosten eingestellt, im nächsten oder übernächsten Jahr wird dann wohl gebaut. „Das ist einfach nicht mehr zeitgemäß“, freut sich auch der SFV-Vorsitzende über diese Nachricht. Der Verein wird sich im Rahmen seiner Möglichkeiten an den Erneuerungsarbeiten beteiligen.

Insgesamt gesehen befindet sich das Bad auf einem guten Weg, finden alle Beteiligten. Auch wenn der vergangene Sommer eher trübe war und die Besucherzahlen daher etwas gesunken sind – in der Tendenz über mehrere Jahre gesehen steigt die Zahl an. Trotzdem ist der Zuschussbedarf natürlich weiter da. Insbesondere die hohen Abschreibungen machen sich dabei auch bemerkbar. Gut 250.000 Euro fließen alljährlich aus dem Stadtsäckel in das Bad. Das ist auch unabhängig von der Anzahl der Besucher.

Selbst bei mehreren Tausend Besuchern mehr oder weniger ändern sich die Einnahmen nur geringfügig und decken nicht einmal ein Drittel der Ausgaben. Als eine der wenigen verbliebenen Attraktionen, die auch viele Besucher von außerhalb nach Bockenem zieht, ist es der Stadt jedoch wert, wie auch die neue zuständige Mitarbeiterin in der Verwaltung, Pia Rohrbach, bestätigte.

Olaf Kempe freut sich, dass die Zusammenarbeit mit der Stadt, aber auch den schwimmsporttreibenden Vereinen im Stadtgebiet (DLRG und SV?Poseidon) derzeit gut läuft. Während der Versammlung wurde Schriftführer Hans-Heinrich Schrader ebenso ohne Gegenstimme wiedergewählt, wie der Beisitzer Markus Becker. Delegiert in den Vorstand sind zudem Dirk Bode (DLRG), Karin Schaper (SV?Poseidon) und Sabine Rohrbach (Stadt).dh

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