Platz ist auf der kleinsten Bühne

Seit 25 Jahren erklingt Musik vom Turm der St. Pankratiuskirche

Vor 25 Jahren wurde die Tradition des Turmblasens in Bockenem wieder aufgelebt, seitdem erfreut die Musik aus luftiger Höhe Jahr für Jahr am ersten Weihnachtsfeiertag.

Bockenem. Es dürfte eine der kleinsten Bühnen weltweit sein, doch seit inzwischen 25 Jahren wird sie einmal im Jahr genutzt und erfreut sich großer Beliebtheit – die Plattform im Turm der St. Pankratiuskirche in Bockenem. Zur Weihnachtszeit versammelt sich eine handvoll Musiker mit ihren Instrumenten und Notenständern dort oben, für viel mehr ist in luftiger Höhe kein Platz. Dafür sind die weihnachtlichen Lieder umso weiter zu hören. Der in diesem Jahr wieder sehr frische Wind trug die Musik am Nachmittag des ersten Weihnachtsfeiertages in weite Teile der Straßen Bockenems.

Der Zuspruch ist auch nach einem Vierteljahrhundert ungebrochen. Zum kleinen Jubiläum waren wieder einige hundert Besucher vor und schließlich in der Kirche. Denn nach rund einer halben Stunde werden die Finger langsam kalt und der Bläserchor Ambergau, unter der Leitung von Uwe Zander, sowie einige Gäste, spielen ihr Konzert unten in die Kirche vor dem Tannenbaum und der großen Krippe noch knapp eine Stunde weiter.

Gut zu tun hatte auch der Erwachsenenkreis der St.-Pankratiusgemeinde. Er versorgte die Besucher wie üblich mit Glühwein und Punsch. Für den kleinen Hunger zwischendurch gab es außerdem Waffeln. Für viele Bockenemer steht dieser Temin für die Weihnachtstage fest im Kalender. Ein kleiner Spaziergang nach dem großen Weihnachtsmahl, lange nicht gesehene Bekannte treffen und dabei weihnachtliche Musik hören sind die perfekten Zutaten für diesen gelungenen Nachmittag.dh

Bockenem

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