Resolution für die Schließung des Kernkraftwerks in Grohnde

Hans-Peter Leiding spricht beim Arbeitskreis „Ökologische Energie Ambergau“

Diskussionsleiterin Dr. Katja Günther-Schade und Referent Hans-Peter Leiding.

Bockenem. Vor wenigen Tagen hat Hans-Peter Leiding aus Grohnde vor dem Arbeitskreis „Ökologische Energie Ambergau“ und Gästen über seine Bemühungen für den sofortigen Atomausstieg in Grohnde referiert. Das Kraftwerk entstand in den 70er-Jahren und ist 1984 in Betrieb gegangen. Doch mit wachsendem Alter von Gebäuden und Technik ist es in den zurückliegenden Jahren zu überproportional vielen meldepflichtigen Störfällen im AKW Grohnde gekommen. Eine beunruhigende Sachlage.

Zusammen mit Anwohnern und Unterstützern hat Hans-Peter Leiding das Land Niedersachsen verklagt mit dem Ziel, das Kernkraftwerk mit sofortiger Wirkung abzuschalten. Sein Hauptaugenmerk liegt auf dem Sicherheitsrisiko, das durch erweiterte Risiken im Bereich der Umweltkatastrophen und eventueller Terrorakte besteht. „Fest steht: Das AKW Grohnde ist nicht für aktuell mögliche große Eingriffe von außen ausgelegt. Dem widerspricht auch das Land Niedersachsen nicht“, machte Leiding deutlich.

Die Stadt Bockenem liegt keine 50 Kilometer Luftlinie vom Atomkraftwerk Grohnde entfernt und wäre bei einem Reaktorunfall unmittelbar betroffen. Hans-Peter Leiding verwies auf die schwerwiegenden Folgen für die Region und bat die Anwesenden, sich einzusetzen für einen Appell des Rats der Stadt Bockenem an die Aufsichtsbehörden zur sofortigen Schließung des Kraftwerkes. Er wies eindringlich auf die Folgen hin, die eine große Atomkatastrophe für die Umgebung bedeute. Ähnliche Appelle haben mittlerweile 18 Städte und Gemeinden sowie der Landkreis Northeim unterzeichnet.red