Spielplatz-Gewinn gerade noch so gerettet

1.250 Euro aus dem Fanta-Gewinnspiel wären fast verloren gewesen / Spielplatz an der Tonkuhle bekommt Klettergerüst

Nach langem Hin und Her gibt es für den Spielplatz an der Tonkuhle nun doch aus dem Gewinn ein neues Spielgerät.

Bockenem. Die Euphorie war zunächst groß, doch dann wollte sich offenbar niemand mehr um die Einlösung des Gewinns kümmern. Am Ende sprang die Stadt Bockenem in die Bresche und sorgte dafür, dass die bei der Fanta-Spielplatz-Initiative gewonnenen 1.250 Euro nun doch in den Ambergau fließen. „Viel hat nicht gefehlt, dann wäre der Gewinn verfallen“, berichtet Bockenems Bürgermeister Rainer Block. Der Verwaltungschef betont aber ausdrücklich, dass die Stadt rein gar nichts mit der Teilnahme an der gemeinsamen Initiative des Getränkeherstellers und des Deutschen Kinderhilfswerks zu tun hat.

Privatleute aus Bockenem hatten im vergangenen Jahr die Teilnahme in die Wege geleitet. Sie wollten mit einem möglichen Gewinn den Spielplatz an der Tonkuhle attraktiver gestalten. Im Zeitraum von mehreren Wochen konnten über das Internet Stimmen für die eingereichten Projekte abgegeben werden. Davon wurde auch rege Gebrauch gemacht. Am Ende erreichte der Bockenemer Spielplatz mit 5.345 Stimmen einen respektablen 24. Platz. Insgesamt wurden 150 Projekte mit einem Gesamtbetrag von 198.500 Euro gefördert.

An die Auszahlung sind allerdings bestimmte Bedingungen geknüpft. Die Gewinner sind unter anderem dazu verpflichtet, der Initiative über einen Fragebogen mitzuteilen, für welche Maßnahme der Gewinn in Höhe von 1.250 Euro eingesetzt wird. Alle Unterlagen waren beim Deutschen Kinderhilfswerk einzureichen. Post aus Bockenem ist dort aber nie angekommen. Eher zufällig erfuhr der Bürgermeister bei Facebook, dass da wohl etwas nicht rund läuft. Einige Stimmen hatten im Netz bereits die Stadt zum Sündenbock gemacht.

Block klemmte sich dahinter und erfuhr von der zuständigen Stelle, dass die Kontaktaufnahme mit der registrierten Person erfolglos verlaufen war. Der Verwaltungschef weiß, dass es aus nicht bekannten Gründen einen Wechsel bei den Ansprechpartnern gegeben hat. Angeblich habe der zuletzt registrierte Bockenemer alles an die Stadt abgegeben. „Wir haben nichts bekommen. Ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass die Unterlagen verloren gegangen sind“, so Block. Quasi im letzten Moment gelang es ihm, dass die Frist verlängert wurde. Die Stadt setzte alle Hebel in Bewegung und reichte die notwendigen Unterlagen ein. Der benachbarte AWO-Kindergarten wurde mit ins Boot geholt.

Die Kinder machten den Vorschlag, dass von dem Geld ein Klettergerüst gekauft werden soll. Mittlerweile sind von der Spielplatz-Initiative 50 Prozent ausgezahlt. Die Restsumme wird nach dem Aufbau überwiesen. „Die Stadt Bockenem berechnet keine Kosten für die Aufstellung. Der Gewinn ist zu 100 Prozent für das Spielgerät bestimmt“, betont Block.vo

Bockenem

Die Nacht wird wirklich lang

Sie machen den Garten schön

Mehr Motorräder als Einwohner