Spurrillen auf A 7 sorgen für Gefahr

Mehr als vierstündige Vollsperrung der A 7 zwischen Hildesheim und Bockenem führte zu Behinderungen

Mehr als vier Stunden war die A 7 zwischen Hildesheim und Bockenem am Montag gesperrt. Grund dafür war das Beseitigen der Spurrillen im Bereich der Baustelle nahe der Wöhlertalbrücke.

Bockenem. Eine mehr als vierstündige Vollsperrung der Autobahn 7 zwischen den Anschlussstellen Hildesheim und Bockenem hat am Montag bis in die Nachmittagsstunden zu Behinderungen in der Region geführt. Vor der Abfahrt Hildesheim bildete sich ein etwa zwei Kilometer langer Rückstau für Pkw, für Lastwagen war er weitaus länger. Auch auf der Bundesstraße 1 in Richtung Einum wurden die Verkehrsteilnehmer auf eine Geduldsprobe gestellt. Grund für die Vollsperrung waren dringend notwendige Arbeiten innerhalb der Baustelle nahe der Wöhlertalbrücke in Fahrtrichtung Kassel.

In dem Bereich besteht seit etwa drei Wochen eine 4+0-Verkehrsführung. Der Verkehr wird dabei von zwei auf eine Richtungsfahrbahn im Bereich der Brückenbaustelle umgelegt. Pkw und Lastwagen müssen zwangsläufig mit wenig Platz auskommen. Überholverbot und Schilder, die zu einem versetzten Fahren auffordern, sollen dazu beitragen, dass es nicht zu brenzligen Situationen kommt. „Theorie und Praxis sehen aber bekanntlich anders aus“, sagt Oliver Kauer von der Autobahnpolizei Hildesheim. Und so geraten Fahrzeuge oftmals in den unbefestigten Seitenstreifen, der sich zwischen der Leitplanke und der Betondecke der Fahrbahn befindet. Besonders die schweren Lastwagen hinterlassen dort teilweise tiefe Furchen, die für die Verkehrsteilnehmer zu einer großen Gefahr werden können.

„Wer dort mit den Reifen hineingerät, kann sein Fahrzeug nicht mehr steuern“, erläutert der Polizeibeamte. Das Auto gerät meist außer Kontrolle und wird zu einer großen Gefahr. „Es sind aufgrund dieser Umstände bereits zahlreiche Unfälle passiert“, ergänzt Kauers Kollegin Saskia Witt. Hütchen und Barken entlang des Seitenstreifens wurden aufgestellt, um die Situation zu entschärfen. Mit wenig Erfolg: Nicht wenige wurden umgefahren oder sind verschwunden.

Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr handelt nun, indem sie die tiefen Spurrillen beseitigt. Nachdem gegen 10 Uhr die Vollsperrung eingerichtet war, begannen die Arbeiten hinter der Raststätte Hildesheimer Börde. Der betroffene Bereich wurde aufgeschüttet und mit einer Rüttelplatte verdichtet. Es ist wohl aber nur eine Frage der Zeit, bis erneute Schäden auftreten. Die Straßenbaubehörde hat deshalb noch mehrere Optionen in petto, um die Situation zu verändern.

Als kurzfristige Maßnahmen ist das Aufstellen weiterer Schilder auch in elektronischer Form, die auf das Überholverbot das versetzte Fahren hinweisen, geplant. „Diese Vorgehensweise ist mit allen Beteiligten abgesprochen und wird in kurzer Zeit umgesetzt“, erklärt Reinhard Wege von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Bad Gandersheim. Auch mobile Betonleitwände an den Seiten können dazu beitragen, dass niemand mehr in den unbefestigten Seitenraum gerät. Das Aufstellen würde aber nicht dazu führen, dass die Fahrbahn noch enger wird, stellt der Mitarbeiter heraus. Der letzte Schritt, der durch kurzfristige Vollsperrungen noch mehr Aufwand verursacht, wäre ein Auskoffern und Auffüllen mit Beton.

„Das ist absolut nicht gewollt“, erklärt Wege. Fest steht aber, dass die Arbeiten gestern nicht abgeschlossen werden konnten. Es wird also eine weitere Aktion dieser Art geben. Ein Termin steht laut Polizei noch nicht fest.mv

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