Umbau-Planungen nehmen Fahrt auf

Förderanträge zum DGH-Vorhaben an der Bornumer Turnhalle werden zum 15. September gestellt

Absolut vordringlich angesichts der latenten Hochwasser-Überschwemmungsgefahr im Dorf ist die Auskofferung des vollkommen zugewachsenen Bornumer Baches.

Bornum. Während die neuen Dorfgemeinschaftshäuser in Bönnien und in Groß Ilde laut derzeitiger Kenntnis wohl jetzt im Oktober eingeweiht werden können, steht das entsprechende Vorhaben in Bornum noch auf dem Papier und wird als Vorhaben seit 2012 betrieben. Doch „Wir sind gut im Plan“, meinte Ortsbürgermeister Ralf Marten dazu auf der Ortsratssitzung am Dienstag. Schließlich brauche alles seine Zeit, und das müsse man akzeptieren. Immerhin stimmte der Ortsrat zu, dass die am 19. Juli 2018 vorgelegte Genehmigungsplanung „Umbau und Anbau an die Sporthalle der Grundschule Bornum am Harz“ jetzt zum 15. September als Förderantrag im Zuge des Dorfentwicklungsprogramms  Ambergau-Süd eingereicht wird. Damit kann nun endlich Fahrt aufgenommen werden. Diese Planung kombiniert die notwendige Sanierung der Bornumer Turnhalle mit der Schaffung einer Begegnungsstätte für die Bornumer Bevölkerung und die Vereine. Die Gesamtkosten dieser Maßnahme beziffern sich auf 855.000 Euro.

Das neue Dorfgemeinschaftshaus ist jetzt in dem Turnhallengebäude integriert, womit die bislang in der Grundschule genutzten Kellerräume an diese zurückgegeben werden. Zu diesem Zweck erhält die Turnhalle auf ihrer Ostseite einen Anbau in der Größe von 6,5 x 13 Metern, der damit 84,6 Quadratmeter misst. Dazu kommen anschließend zwei Räume von 31 und 28 Quadratmetern. Diese wurden bisher als Unterrichtsräume genutzt wurden. Auch eine Küche mit 17 Quadratmetern ist mit dabei. Alles wird behindertengerecht sein. Vorgesehen sind neue Türen und eine kleine Terrasse. Hinzu kommen eine neue Heizungsanlage, die Trockenlegung des gesamten Gebäudes, neue Leitungen, ein Notausgang aus der Turnhalle und eine neue Zuwegung samt Treppe.

Nicht zugehörig zu dieser Maßnahme ist die noch vorgesehene Umgestaltung des gesamten Außenbereichs, womit Bornum eine neue zentrale Mitte erhalten will. „Wenn das Ganze erst einmal abgeschlossen sein wird, ist das ein Riesending für Bornum“, meinte dazu der Ortsbürgermeister. Allerdings bemerkte der auf dieser Sitzung anwesende Bauamtsleiter Holger Schrader, dass der Zeitraum, in welchem eine finanzielle Förderung gewährt werden könne, derzeit nur fünf Jahre ausmacht.

Unter den Vereinen werden von dem neuen Dorfgemeinschaftszentrum vor allem der MTV und das DRK profitieren. Das stadteigene Gebäude, in dem derzeit das DRK residiert, soll später verkauft werden. Bei der Neugestaltung des Dorfplatzes werde man auch die Wünsche und Vorschläge der Anwohner berücksichtigen, wurde zugesichert. Die Neugestaltung des Dorfeingangs auf der Südseite betreffend sollten die Ideen weiter vertieft und überarbeitet werden.

Der Ortsrat einigte sich weiterhin über die Reihenfolge, in welcher die Ortsstraßen innerhalb des Sanierungsprogramm der Stadt berücksichtigt werden sollen. An vorderer Stelle steht der Holzweg, gefolgt von Wanneweg, Am Zollhaus, Hofweg, Ackerstraße und Bachstraße. Entgegen der von der Stadtverwaltung vorgelegten Auflistung seien der obere Holzweg und die Ackerstraße vordringlich, und die Bachstraße sei eine Note schlechter einzustufen.

Am 3. September besteht die Bornumer Turnhalle 50 Jahre. Im Dorf wird dieses Gebäude, das 1968  als „Schulturnhalle“ gebaut wurde, heutzutage immer noch als Turnhalle bezeichnet, wenn der Umbau/Sanierungsplan mittlerweile auch von einer Sporthalle spricht. Das Gebäude wird von der Schule, vom MTV und von anderen hervorragend genutzt, und in ihm wird auch immer noch „Turnen“ erteilt. Das 50-jährige Jubiläum soll am 5. Oktober ab 17 Uhr mit einer kleinen Feier und einem zweistündigem Programm begangen werden.

Am 9. September sind die Bornumer und ihre Gäste zum traditionellen „Tag im Grünen“ geladen. Beteiligt an dieser Veranstaltung, die um 10.30 Uhr mit einem Gottesdienst beginnen soll, sind alle örtlichen Vereine, das Orchester der Grundschule, die MTV-Tanzgruppe und ein Alleinunterhalter.
Ein weiterer Veranstaltungstermin betrifft den diesjährigen Adventsbasar am 1. Dezember, welcher nach den Worten von Oliver Erlebach mehr Stände als in den Vorjahren aufweisen wird. Verschiedene Arbeitseinsätze hätten mittlerweile am Hochofen stattgefunden, teilte er mit. Hier befinde man sich auf einem guten Weg. Helfer seien allerdings stets willkommen.

Angesprochen auf dieser Ortsratssitzung wurde ferner die Hochwassersituation im Ort. Bornum liegt höhenmäßig deutlich tiefer als Rhüden, wo der Lauf der Nette durch verschiedene Maßnahmen beschleunigt werden soll. Wenn auch zusammen mit dem Landkreis Hildesheim und dem Netteverband ein Rückhaltebecken vor Bornum angedacht ist, bestehen vor Ort doch deutliche Mängel, die unbedingt und wenn möglich sofort beseitigt werden müssten. So ist der Bornumer Bach insbesondere zwischen der Bachstraße und dem Dörenweg völlig zugewachsen und bedarf unverzüglich einer Ausbaggerung. Auch wird das Gras an seiner Seite nicht mehr gemäht. Das von Jerze bei Starkregen herunterkommende Wasser, kann nicht komplett von den Abflüssen aufgenommen werden. Zum Teil fließt es unter der Autobahnbrücke durch und gelangt ins Oberdorf.

Klage wurde auf dieser Ortsratssitzung über mangelhafte Reinigung der Bürgersteige durch Anlieger geführt, und Nachfragen von Einwohnern betrafen die angedachte Rutsche auf dem Spielplatz, die Ausweisung von „Tempo 30-Zonen“ und die bessere Anbindung der ehemals braunschweigischen Ambergaudörfer an den Öffentlichen Nahverkehr. Gewissermaßen kontraproduktiv zu Letzterem kam der Vorschlag, neben dem Öffentlichen Bücherschrank an der Kreuzung Heerstraße /Bockenemer Straße eine „Mitfahrerbank“ in Richtung Bockenem aufzustellen. Diese käme vor allem älteren Personen zugute, welche nach Bockenem von vorbeifahrenden Pkw gern mitgenommen würden.mk

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