Verwaltungsausschuss wirbt für Ausbildung

Unsicherheit bei vielen Unternehmen – noch sind viele Stellen frei und Bewerber unversorgt

Der Verwaltungsausschuss der Agentur für Arbeit Hildesheim appeliert an die Unternehmen, an der Ausbildung für dieses Jahr festzuhalten.

Hildesheim. Der Arbeitsmarkt hat sich im Juni leicht zum Besseren gewendet, der „Beobachter“ berichtete. Auf dem Ausbildungsmarkt zeigen sich im Vergleich zum Vorjahr allerdings deutliche Veränderungen, die der Agentur für Arbeit Sorge bereiten. Die Auswirkungen der Coronapandemie stellen dabei nur einen Teilaspekt da, eine höhere Anzahl von derzeit noch offenen gemeldeten Ausbildungsstellen und unversorgten Bewerbern einen weiteren.

Im Juni standen seit Beginn des Berichtsjahres im hiesigen Bezirk 1982 gemeldete Ausbildungsstellen (-188 oder 8,7 Prozent gegenüber 2019) insgesamt 2134 gemeldeten Bewerbern (-469 oder 18 Prozent gegenüber 2019) gegenüber. Derzeit gibt es im Bereich der Agentur noch 1074 offene Ausbildungsstellen und 1033 unversorgten Bewerber. „Wir müssen dafür sorgen, dass das Thema Ausbildung nicht zu einer Randerscheinung wird.

Die jungen Menschen von heute sind unsere Fachkräfte von morgen! Wir wollen ihnen ein Perspektive für die Zukunft geben“, appelliert Evelyne Beger, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hildesheim an die ansässigen Ausbildungsbetriebe. „Uns ist bewusst, dass in diesem Jahr der Weg in die Ausbildung komplizierter ist und große Unsicherheit auf allen Seiten besteht. Umso wichtiger ist für uns die Botschaft, dass die Hilfen und Unterstützungsangebote der Agentur für Arbeit Hildesheim weiterhin im vollen Umfang zur Verfügung stehen und genutzt werden sollten“ ergänzt Beger.

Auch die Mitglieder des Verwaltungsausschusses der Agentur für Arbeit Hildesheim sind sich einig, dass die Corona Krise nicht zu einer Krise auf dem Ausbildungsmarkt führen darf, mit negativen Auswirkungen auf die berufliche Zukunft junger Menschen und die Fachkräftesicherung. Sie appellieren an die Arbeitgeber, sich trotz Einbußen und teilweise schwieriger Lage weiter am Thema Ausbildung festzuhalten. Der beste Nachwuchs sei immer der, den man selbst ausgebildet habe.

Die Folgen der durch Corona gebeutelten Wirtschaft für den Ausbildungsmarkt sind derzeit nicht abzusehen. Drei Viertel der Ausbildungsverhältnisse von Klein- und Kleinstbetrieben werden üblicherweise erst in den Sommermonaten geschlossen. Rückmeldungen von Betrieben zu den Planungen für das kommende Ausbildungsjahr deuten auf Unsicherheit und Zurückhaltung beim Ausbildungsplatzangebot hin.

Der Verwaltungsausschuss beschloss daher einstimmig, sich im Krisenjahr 2020 ganz besonders dafür einzusetzen, dass junge Menschen in den Regionen Hildesheim und Peine eine faire Chance auf einen Ausbildungsplatz erhalten. Betriebe sollen in jeder Hinsicht in ihren Ausbildungsbemühungen unterstützt werden. Die finanziellen Hilfen durch das neue Konjunkturpaket werden vom Verwaltungsausschuss einhellig begrüßt. Diese werden viele Ausbildungsbetriebe darin bestärken, an der Ausbildungsbereitschaft festzuhalten.

 

Der Verwaltungsausschuss ist das Selbstverwaltungsorgan der Agentur für Arbeit. Er überwacht und berät die Arbeitsagentur bei der Erfüllung ihrer Aufgaben. Im Ausschuss der Agentur für Arbeit Hildesheim sitzen jeweils vier Arbeitnehmervertreter, Arbeitgebervertreter und Vertreter der öffentlichen Hand. Sie haben unmittelbaren gestaltenden Einfluss auf die Arbeit der Arbeitsverwaltung.red

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