Viel Musik rund um Weihnachten

Kantorei, Musikzug Bockenem und Bläserchor sorgten wieder für volle Kirchen

Das Konzert der Kantorei an St. Pankratius und zahlreicher Gäste war wieder ein voller Erfolg, die Kirche komplett gefüllt. Die Kantorei besteht nunmehr seit 70 Jahren.

Bockenem/Schlewecke. Gleich mehrere Konzerte erfreute die Bockenemer Bevölkerung rund um die Weihnachtszeit. Noch vor dem Fest fand das  Konzert des Musikzuges der Feuerwehr Bockenem sowie der Kantorei St. Pankratius statt. Im Jahre des 70-jährigen Bestehens war wieder einmal der Singkreis aus Diekholzen sowie einige Bläser aus der Region dabei.

Heidrun Heinke erinnerte im Namen des Kirchenvorstandes an die 70-jährige Geschichte der Kantorei. Nach Hans Hacke und Martin Falkenberg ist Christoph Pannek erst der dritte Kantor. Da er schon seit vielen Jahren zusätzlich Kreiskantor ist, mussten nach und nach einige Aktivitäten eingefroren werden. „Doch die Kantorei blieb der Fels in der Brandung. Das Konzert am 3. Advent jeden Jahres ist der Höhepunkt in der musikalischen Arbeit des Chores“, so Heinke. Sie verlas auch ein Grußwort des Kirchenmusikdirektor Helmut Langenbruch.

Auch dieser erwähnte darin die Umstrukturierungen: „Leider waren wir nicht erfolgreich mit unseren gemeinsamen Anstrengungen, die Rahmenbedingungen für das segensreiche Wirken ihres Kantors Christoph Pannek, das in meinem Bezirk an Art und Umfang einzigartig war, unverändert zu erhalten. Auch wenn das schon etwas länger her ist, betrübt es mich immer noch.“ Trotzdem lobte er alle Beteiligungen für die großen Anstrengungen, die Chorarbeit weiter aufrecht zu erhalten.

In der komplett gefüllten Kirche hörten die Besucher vor allem traditionelle und zum Teil auch nicht so bekannte weihnachtliche Lieder, die in wechselnden Formationen vorgetragen wurden. Bei einigen war auch die Gemeinde aufgerufen, mit einzustimen. Heidrun Heinke machte zudem Werbung für den Verkauf kleiner Glocken. Damit soll die Sanierung der 4. Glocke im Kirchturm, einer Weule-Glocke, angeschoben werden. Denn durch den nachträglichen Einbau im Jahr 1948 hätten sich Baumängel ergeben, die die Glocke derzeit zum Schweigen zwängen. Auch die Kollekte des Konzertes war für diesen Zweck bestimmt. „Dafür können wir der Kantorei gar nicht genug danken“, schloss Heinke.

Die Begrüßung der zahlreichen Gäste in der Schlewecker Marienkirche kam nicht ohne Grund aus der Mitte des Orchesters. „Schön, dass uns der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Bockenem auf das Weihnachtsfest einstimmt“, erklärte Pastorin Anne-Lisa Hein, die selbst im Orchester die Trompete bläst. Gleich nach dem ersten Stück stellte sich sowohl bei den Zuhörern als auch bei den Aktiven ein besonderes Klangerlebnis ein. „Das ist ein Wow-Erlebnis hier in der Kirche“, weiß die Vorsitzende des Musikzuges, Christina Bosse, von vergangenen Auftritten. Sie freute sich daher, dass der Musikzug nach einigen Neujahrskonzerten in der Kernstadt wieder einmal im Nachbarort ein Konzert zur Weihnacht gestalten darf.

Unter der Leitung von Thomas Linde hatten die Musiker ein stimmungsvolles Programm vorbereitet. Dazu zählten zum Beispiel die Klassiker „Cinderellas Dance“, „Feliz Navidad“ oder „Merry Christmas Everyone“. Die Besucher belohnten die Feuerwehrmusiker immer wieder mit kräftigem Beifall. Zwischen den einzelnen Stücken waren mehrere besinnliche Texte, die auch zum Nachdenken anregen sollen, zu hören.

Großen Wert legt der Musikzug auf die Nachwuchsarbeit. Der neue Flötenkurs beginnt am Freitag, 11. Januar, um 15 Uhr im FFW-Haus in Bockenem. Voraussetzung ist lediglich ein Alter von mindestens sechs Jahren und natürlich Spaß an der Musik. Weitere Informationen gibt es bei Christina Bosse unter der Telefonnummer (05067) 9176644.

Wer am 1. Weihnachtsfeiertag nach dem großen Mittagsmahl ein wenig Bewegung braucht, der hat in Bockenem immer ein gutes Ziel. Denn am Nachmittag lädt der Bläserchor Ambergau zum traditionellen Turmblasen, ebenfalls nach St. Pankratius. Schon auf dem Weg zur Kirche ist weihnachtliche Musik zu hören. Denn rund 30 Minuten spielen die in diesem Jahr neun Musiker von der Plattform knapp unterhalb der Turmspitze hoch über den Dächern der Stadt. Steht der Wind gut, ist das Spiel bis in die hintersten Ecken des Ortes zu hören. Egal ob Kälte oder Wind, einige Lieder spielt die Gruppe immer von der höchsten und wohl auch kleinsten Bühne Bockenems.

Anschließend geht es hinunter in die Kirche zu Tannenbaum und Krippe, wo das Konzert fortgesetzt wird. Auch diesmal wollten sich dies viele Bockenemer nicht entgehen lassen. Der Erwachsenenkreis der Kirchengemeinde bot Waffeln, Glühwein und Punsch an und hatte wieder alle Hände voll zu tun. Zum 26. Mal seit der Wiederbelebung dieser Tradition fand das Turmblasen in diesem Jahr statt.dh/mv

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