Wohin soll das Stadtarchiv?

CDU stellt Antrag für alte Schuhmacherwerkstatt / Verhandlungen mit der KWG über ARGENTUM-Projekt

Wo soll das Stadtarchiv hin? Die CDU stellt sich in einem Antrg hinter die alte Schuhmacherwerkstatt (Bild oben). Bügermeister Block steht derzeit in Verhandlungen mit der Kreiswohnbaugesellschaft über ein ARGENTUM-Projekt im Allerschen Hof. Dieses würde auch die Einbeziehung der hinten gelegenen Scheune bedeuten. Dort könnten Archiv und Stadtbücherei untergebracht werden.

Bockenem. Wohin soll das Stadtarchiv umgesiedelt werden? Dass es vom derzeitigen Standort, dem Haus am Papenberg, ausgesiedelt wird, steht praktisch fest. Im Rahmen der Sanierung soll dieses Gebäude zu einem „Haus der Vereine“ umgebaut werden. Zudem wird der Raum für das Archiv langsam zu klein. Drei neue Standorte sind derzeit in der Diskussion. Die ehemaligeHeilg-Geist-Kapelle sowie die alte Schuhmacherwerkstatt zwischen Haus am Papenberg und dem Museum sind bereits siet längerem bekannt. Die dritte Möglichkeit wurde bisher nicht öffentlich bekanntgemacht.

Es handelt sich dabei um den sogenannten Allerschen Hof, an der Ecke Buchholzmarkt/ Judenstraße. Das Gebäude befindet sich derzeit in Privatbesitz. Die Kreiswohnbaugesellschaft (KWG) hat Interesse angemeldet, dort ein sogenannten ARGENTUM-Projekt aufzubauen. Dies bestätigte Bürgermeister Rainer Block, der mit der KWG darüber in Verhandlungen steht. Die Kreiswohnbau würde demnach in dem Gebäude seniorengerechte, barrierefreie und komfortable Wohnungen herrichten. Ähnliche Projekte gibt es bereits in Sarstedt, Bad Salzdetfurth, Elze und Algermissen. In der dazugehörigen Scheune, die ebenfalls unter Denkmalschutz steht, möchte die KWG die Stadt ins Boot holen. Dort könnten dann das Archiv und auch die Stadtbücherei untergebracht werden.

Bewohnte Wohnungen seien die einzige Möglichkeit, wieder Belebung auf den Markt zu bekommen, so Bürgermeister Block. Lediglich eine Sanierung oder Umgestaltung des Platzes seien noch nicht ausreichend. Er unterstützt diese Idee daher und wird sie bei der nächsten Ratssitzung am 26. Juni auch öffentlich vorstellen.

Der CDU-Stadtverband Bockenem hat dagegen eine andere Idee. Das künftige Stadtarchiv sei „in dem bereits im Besitz der Stadt Bockenem befindlichen Gebäude der alten Schuhmacherwerkstatt (anliegend am Kirchhof zwischen dem Haus Papenberg und dem Turmuhrenmuseum) unterzubringen“, so der wörtliche Text. Die Verwaltung werde beauftragt, gemeinsam mit dem Sanierungsbeirat ein Nutzungskonzept zu erarbeiten, und es sei eine Kosten- und Umsetzungsplanung zu erstellen. Das Ganze müsse mit der Umbaumaßnahme Haus Papenberg abgestimmt werden.

Ein weiterer Antrag der CDU beinhaltet die Widmung des Hauses Papenberg nach dem verstorbenen ehemaligen Bürgermeister Gerd Brennecke, der durch seine große Bürgernähe und Bürgerfreundlichkeit, durch sein Bemühen um Kompromiss und Ausgleich und durch seine Verbundenheit mit der Stadt und dem Ambergau in der Bevölkerung in guter Erinnerung geblieben ist und auf diese Art und Weise geehrt werden soll.

Bereits am 26. November 2017 hatte ein CDU-Antrag das Ziel gehabt, die nächste neue Straße in der Kernstadt nach Gerd Brennecke zu benennen. Da jedoch in der nächsten Zeit keine Straße für eine derartige Widmung ansteht, beantragt die CDU-Fraktion nun, dass die historische Bockenemer Bürgerschule auf dem Papenberg künftig die Bezeichnung „Bürgerhaus Gerd Brennecke“ tragen soll.mk/dh

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