Zahlreiche Einsätze für die Feuerwehren

Bornumer Wehr steuert auf einen neuen Rekord hin / Brände, Personensuche und ein abknickender Strommast

In der Hachumer Straße in Bockenem brannte Sonnabendnacht um 1.50 Uhr ein Tierunterstand.

Bockenem. Die Feuerwehren im Stadtgebiet Bockenem hatten in den vergangenen gut zwei Wochen zahlreiche Einsätze abzuarbeiten. „In den letzten 14 Tagen waren es zehn unterschiedliche Einsätze. Im Jahresschnitt kommen wir normal auf zirka 30 bis 35 Einsätze. Zum jetzigen Zeitpunkt sind wir in diesem Jahr schon bei Nummer 35. Wir steuern also auf einen neuen Rekord zu“, berichtet beispielsweise Kay Dera, stellvertretender Ortsbrandmeister in Bornum. Die Einsätze waren dabei sehr verschieden. Los ging es am 26. September mit dem schweren Unfall zwischen Jerze und Ortshausen (der „Beobachter“ berichtete).

In der Nacht vom 28. auf den 29. September brannte ein Wohnwagen in Nette vollständig aus. Um 1.26 Uhr gingen die Meldeempfänger der Brandschützer. Die Feuerwehren aus Nette, Bockenem und Bornum eilten in die Upstedter Straße und löschten das Wohnmobil unter Atemschutz. Aufgrund der großen Hitze brannte auch ein Teil der nahegelegenen Vegetation und ein parkendes Auto wurde beschädigt. Ein Übergreifen auf die angrenzende Garage konnte dagegen verhindert werden. Gegen 3 Uhr war der nächtliche Einsatz beendet.

Nur einen Tag später ging es mit einer Personensuche im Wald bei Söder weiter. Der 90-jähriger Egon B. vom Steinhuder Meer, der in Bad Salzdetfurth Urlaub machte, wurde vermisst. Er konnte aber auch mit einem Großaufgebot der Feuerwehrbereitschaft 3, zu der auch einige Bockenemer Wehren gehören, nicht gefunden werden.

Am 1. Oktober brannte es dann in Ortshausen. Um 16 Uhr wurde dort eine Rauchentwicklung gemeldet. Nachdem der Brandort, ein Strohhaufen hinter einem Bauernhof, gefunden wurde, konnten die Helfer aus Ortshausen, Jerze und Bornum auch diesen Einsatz zuverlässig abarbeiten.

Ein weiterer nächtlicher Einsatz fand in Sonnabend, 5. Oktober, gegen 1.50 Uhr statt. Auf einer Wiese gegenüber des Autohauses Lier in der Hachumer Straße in Bockenem brannte ein Tierunterstand. Glücklicherweise unterstützte kräftiger Regen die Löscharbeiten, sodass die angrenzenden Bäume verschont blieben. Der Unterstand hingegen brannte vollständig nieder. Rund eineinhalb Stunden dauerte dieser Einsatz, zu dem die Feuerwehren aus der Kernstadt sowie erneut Bornum gerufen wurden.

Und bereits am Dienstagnachmittag fiel einer Polizeistreife ein schiefstehender Strommast an der B243 kurz vor Bornum auf. Die örtlichen Feuerwehrleute wollten diesen mit einer Seilwinde wieder aufrichten, doch dabei knickte der Mast komplett um. Er war auf Bodenhöhe komplett durchgefault.

Hinzu kamen noch zwei Übungen. Am 28. September wurde ein Brandszenario im Obergeschoss des Seniorenheims Medicus in Volkersheim dargestellt. Vor Ort war dazu auch die Drehleiter aus Bad Salzdetfurth, sodass auch die Menschenrettung über eine Drehleiter geübt werden konnte. Der Gefahrgutzug Ost führte am Freitag, 4. Oktober, seine alljährliche Übung durch. Diese fand zwischen Bönnien und Werder statt. Dabei gab es einen Verkehrsunfall abzuarbeiten.

„Die Bevölkerung bekommt inzwischen kaum noch mit, wenn wir im Einsatz sind. Denn die Sirene geht nur noch selten. Stattdessen wird über die digitalen Meldeempfänger alarmiert“, erklärt Dera. So wüssten viele nicht mehr, wie häufig die Freiwilligen unentgeltlich und zum Wohle der Bevölkerung unterwegs sei. Leider komme es auch immer mal wieder vor, dass sich Anwohner beschweren, wenn die Feuerwehr mit Blaulicht und Martinshorn zum Einsatzort fahren. Sie fühlen sich durch den Lärm belästigt. „Doch wir sind bei Einsatzfahrten dazu verpflichtet, Blaulicht und Martinshorn einzuschalten, nur dann haben wir das sogenannte „Sonderrecht“. Und auch dieses „Sonderrecht“ ist nur mit größter Sorgfalt und Rücksicht in Anspruch zu nehmen“, so der Feuerwehrmann weiter. Er möchte zudem Werbung für den Feuerwehrdienst machen. Jede Ortswehr kann neue, aktive Feuerwehrleute gebrauchen. Auch Späteinsteiger sind bis zu einem Alter von 50 Jahren gerne gesehen.

Ärgerlich ist bei all den Einsätzen, wenn es noch zu missbräuchlichen Notrufen kommt. So geschehen beispielsweise am 2. Oktober. Da wurde gegen 17.20 Uhr der Notrufknopf auf der Behindertentoilette auf der A 7-Parkanlage Ambergau Süd gedrückt. Beim Eintreffen an der Einsatzstelle wurde versucht, die Tür mit der Notentriegelung zu öffnen, was jedoch nicht gelang. Nach dem Entfernen der Haltebolzen in den Scharnieren konnte die Tür geöffnet werden. In den Raum wurde jedoch keine Person gefunden.dh

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