Hahausen wird wissenschaftlich unter die Lupe genommen

Studierende werden am 12. August im Dorf sein / Die Einwohner können ihnen helfen

Geplant ist am 12. August unter anderem ein Dorfrundgang durch Hahausen.

Hahausen. Wenn es am Montag, 12. August, nachmittags an der Haustür klingelt, sollen die Hahäuser definitiv öffnen. An diesem Tag wollen die jungen Leute keinen Staubsauger verkaufen oder für eine Mitgliedschaft werben, sondern die Studierenden sind im Auftrag der Wissenschaft unterwegs. Denn einmal mehr wird Hahausen von Akademikern unter die Lupe genommen. Bei diesem Forschungsbesuch ist einiges geplant.

Die Forschungsgruppe und die Studierenden kommen alle vom Soziologischen Forschungsinstitut Göttingen an der Georg-August-Universität.

Stichporobenartig werden sie im Dorf klingeln. Von den Einwohnern wollen sie mehr über das Leben und die Lebensverhältnisse in Hahausen erfahren. Das sechsköpfige Projektteam um Maike Simmank und Prof. Dr. Berthold Vogel widmet sich dem Thema „Gleichwertigkeit - Mehr als eine gute Idee?!" Inhaltlich geht es unter anderem um folgende Fragestellung: Wie wird in Zeiten von wachsenden räumlichen Ungleichheiten, schleichendem Infrastrukturabbau und unzureichender Breitbandversorgung in ländlichen Räumen das Verfassungsziel gleichwertiger Lebensverhältnisse gewährleitet? Antworten darauf erhoffen sie sich auch von den Hahäusern.

Der Konkt ist über Dorfmoderatorin Claudia Mehl entstanden. Im April hat sie Maike Simmank beim Austauschtreffen der Dorfmoderatoren in Schlape/Südniedersachsen kennengelernt. „Im Gespräch über ihr Projekt wurde mir bewusst, dass die Ziele der Dorfmoderation Parallelen zum Projekt beinhalten - mit natürlich ganz anderen Einflussmöglichkeiten“, teilt Claudia Mehl dazu mit. Es folgte ein erster Vor-Ort-Besuch am 26. Juni. Die beiden Dorfmoderatorinnen, Claudia Mehl und Petra Kremeik, führten sie die wissenschaftliche Mitarbeiterin des Institutes durch Hahausen. Im Anschluss erhielten sie folgende positive Rückmeldung zum Kennenlernbesuch:  „Haben Sie nochmals vielen Dank für den freundlichen Empfang in Hahausen und die sehr schöne und informative Führung durch den Ort - ich freue mich sehr, im August zusammen mit dem Projektteam erneut nach Hahausen zu kommen". Nun ist es so weit.

Neben dem besagten Interview einiger Hahäuser an der Haustür stehen drei weitere Punkte auf dem Programm: 1. Treffen im Dorf zum gemeinsamen Dorfrundgang unter anderem mit dem Ortsheimatpfleger, den beiden Dorfmoderatorinnen und gegebenfalls Vertretern des Gemeinderates. 2. Interview mit Hahausens Bürgermeister Eckhard Ohlendorf und 3. Gruppendiskussion mit ungefähr vier bis sechs gebürtigen Hahäusern, Zugezogenen, Vereinsmitgliedern, weiblich/männlich, jung/weise und den Dorfmoderatorinnen.

Hahausen wird bei der Veranstaltungsreihe in den Landkreisen Göttingen, Holzminden und Goslar dann mit berücksichtigt. Die Abschlussveranstaltung soll am 24. März 2020 im Landkreis Goslar stattfinden. Doch erst einmal steht ein spannender Forschungsbesuch am 12. August in der Gemeinde an.syg

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