Harzklub ehrt langjährige Mitglieder

Kritistische Töne gab es auf der Jahreshauptversammlung in Hahausen seitens des Wanderleiters

Für die zehnjährige Mitgliedschaft konnte an diesem Abend der 1. Vorsitzende Klaus-Dieter Schumann drei anwesende Mitglieder auszeichnen (von links): Henk Beissert, Doris Eberhardt und Willi Boos.

Hahausen. Zwei Mitglieder mehr als im Vorjahr gehören dem Harzklub-Zweigverein Neuekrug-Hahausen an. Mittlerweile ist die Zahl auf 296 Mitglieder gestiegen. Umso erfreulicher ist es auch, wenn im Rahmen der Jahreshauptversammlung  langjährige Mitglieder für ihre Vereinstreue ausgezeichnet werden können. Diesen Part konnte Klaus-Dieter Schumann, der 1. Vorsitzende, wieder durchführen.  Zugleich würde sich der Harzklub freuen, wenn sich auch Jüngere dem Verein anschließen würden.

Für zehnjährige Mitgliedschaft wurden ausgezeichnet  Henk Beissert, Willi Boos, Doris Eberhardt, Julian Metze, Edwin Schmiedt und Margit Schmiedt. Seit einem Viertel Jahrhundert und damit seit 25 Jahren gehören  Melanie Beltau, Ingeborg Dommeyer, Barbara Kraatz und Rainer Kraatz dem Harzklub-Zweigverein Neuekrug-Hahausen an. Zwei Mitglieder konnte der 1. Vorsitzende sogar für 40 Jahre Vereinstreue ehren, nämlich  Angela Förster und Doris Langner. Übrigens kommt auf diese 40 Jahre auch eine Gruppe innerhalb des Harzklubs, dessen Mitglieder vollkommen überrascht waren.

Wie Klaus-Dieter Schumann berichtete, war er vor Kurzem als Gratulant unterwegs. Denn die Seniorengruppe des Vereins, gegründet am 19. Februar 1979, besteht seit 40 Jahren. „Sie waren überrascht, als ich ihnen bei der Versammlung sagte, und heute wird gefeiert”, so Schumann während der Jahreshauptversammlung. Einmal im Monat kommen die Senioren im Café Harzblick zusammen. Die Treffen organisieren die Seniorenwartin Angela Förster und der stellvertretende Seniorenwart Eckhard Ibendahl. Im vergangenen Jahr konnten sie insgesamt 122 Senioren begrüßen, zehn Treffen gab es. Dabei wird nicht nur Kaffee getrunken und Kuchen gegessen, sondern ein kleines Rahmenprogramm durchgeführt. Neben Zithermusik widmeten sie sich beispielsweise einem Gedächtnistraining.

Eines ist Fakt, die agilste Gruppe im Hahäuser Harzklub sind die Nordic-Walker. Treffpunkt ist jeden Mittwoch um 15 Uhr am Parkplatz Neiletal in Neuekrug. Eine Stunde lang sind sie unterwegs. Der Gruppe gehören insgesamt 13 Mitglieder an, acht kommen durchschnittlich zum gemeinsamen Walken. Im vergangenen Jahr zu insgesamt 42 Nachmittagen.

Im Rahmen solch einer Jahreshauptversammlung sind  hin und wieder auch einmal kritische Töne zu hören. Und genau das tat Wanderwart Klaus Asmus. Mit der Resonanz der Mitglieder auf die geführten Touren ist er unzufrieden. Fakt ist, das Angebot der Wanderungen wurde bereits reduziert. 14 waren es nur noch im vergangenen Jahr, zwischen drei und zwölf Kilometer wurden absolviert. Zwar konnte der Wanderwart bei der Betrachtung der Teilnehmerzahlen unterm Strich eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr ausmachen, doch die Zahlen täuschen etwas hinweg. Insgesamt 221 Personen konnten die Wanderführer begrüßen, auf beachtliche zehn Personen können die Hahäuser hier zurückgreifen. Doch die Teilnahmestatistik ist laut Klaus Asmus etwas geschönt, vor allem wenn die historische Stadtführung in Seesen mit 49 Wanderfreunden herausgerechnet wird.

„Für die anderen Touren bleiben dann nicht mehr viel übrig”, so der Wanderwart in der Sitzung. Deshalb griff er im Vorfeld eine Äußerung von Pfarrerin Johanna Bernstengel in ihrem Wort zum Sonntag aus dem „Beobachter” auf. Hier schrieb die Kirchenfrau am 15. Dezember 2018:„So eine Wanderung oder auch ein Spaziergang im Wald, der füllt zwar nicht den Magen, aber er füllt die Gedanken und die Seele mit schönen Eindrücken, und dadurch können viele neue Dinge entstehen.

Der Harz ist ein wunderbares Geschenk direkt vor unserer Haustür”. Dennoch fragte sich Klaus Asmus, warum so wenige Mitglieder die Angebote nutzen. Immerhin arbeiten die Wanderführer extra eine Route aus und investieren viel Zeit. „Deshalb wäre es wünschenswert, wenn zu unser Traditionswanderung Ende August, anlässlich der Schlacht von Lutter am Barenberge, die Günter Kleinert so toll erläutert, einige Hahäuser mitgingen”, so Asmus.

Fakt ist, der Harzklub reagiert auch auf Wünsche. So wird es in diesem Jahr wieder einmal eine Radtour geben. Geplant ist diese für den 5. Oktober. „Wir erradeln unsere Samtgemeinde”, heißt es an diesem Tag. Treffpunkt ist um 9.30 Uhr am Parkplatz Neiletal in Neuekrug. Klaus Asmus hat sich eine gut 38 Kilometer lange Route einfallen lassen. Zugleich wünscht er sich auch hier eine deutlich größere Resonanz und erinnerte an die letzte Radtour vor ein paar Jahren. Laut dem Wanderwart konnten die Harzklubler nur drei interessierte Radfahrer begrüßen.  Übrigens, die nächste geführte Wanderung ist am Sonntag, 10. März, zum Thema „Leben am und mit dem Wasser”.syg