Kindergärten in der Samtgemeinde Lutter sind Anfang 2019 voll belegt

Samtgemeinde Lutter strebt darüber hinaus eine Kooperation mit der Lebenshilfe an / Arbeitsplatz schaffen

Die Erzieher, wie hier im Hahäuser St.-Romanus-Kindergarten beim bepflanzen der Hochbeete, haben alle Hände voll zu tun. Laut Anmeldezahlen werden ab Anfang 2019 alle Plätze im Kindergarten vergeben sein.

Lutter/Hahausen. Positive Entwicklungen in den Kindergärten in der Samtgemeinde Lutter: Anfang 2019 werden alle Plätze belegt sein, verkündete Samtgemeindebürgermeister Bodo Mahns im Ausschuss für Schule, Jugend und Kultur. Aktuell  besuchen den Hahäuser St.- Romanus-Kindergarten 38 Kinder, hier stehen insgesamt 50 Plätze zur Verfügung, im Kindergarten KiGaLu sind es 78 Kinder, hier gibt es 90 Plätze. Den Verantwortlichen vom Lutteraner Waldkindergarten liegen ebenfalls  mehrere Anmeldungen vor, sodass laut Rebecca Lüke, 2. Vereinsvorsitzende und Gruppenleiterin, bis 2020 die Gruppe bis auf ein beziehungsweise zwei Plätze voll ist.

Mehr Kinder, die betreut werden müssen, fordert auch mehr Personal. Laut Bodo Mahns ist die Samtgemeinde hier in verschiedene Projekte involviert. Eines davon ist die sogenannte QuiK-Richtlinie, dabei wird vom Land Niedersachsen die Einstellung von zusätzlichen sozialpädagogischen und pädagogischen Fachkräften wie Sozialpädagogen, Erziehern oder auch sozialpädagogischen Assistenten gefördert. Vereinfacht gesagt geht es um eine dritte Kraft für die einzelnen Gruppen.

„Nach Einführung der dritten Kraft in den Krippen gehen wir auch im Bereich der Drei- bis Sechsjährigen voran, und können die Fachkraft-Kind-Relation in vielen Einrichtungen zum Wohle der Kinder verbessern“, äußerte sich dazu die Niedersächsische Kultusministerin Frauke Heiligenstadt. Das Land Niedersachsen investiert 300 Millionen Euro. Während der Ausschusssitzung wurde die finanzielle Unterstützung für die Kindergärten der Samtgemeinde Lutter genannt. Die Zahlen variieren aufgrund der Größe der Kindergärten, so wird der Waldkindergarten rund 2.600 Euro erhalten, der Kindergarten St. Romanus rund 5.200 Euro und der KiGaLu in Lutter rund 11.500 Euro. „Wir freuen uns, dass dadurch der Vertrag mit der QuiK-Kraft im KiGaLu verlängert werden konnte“, äußert sich der Samtgemeindebürgermeister.

Im Zuge dessen wurden auch der Vertretungsstundenanteil der Kindergärten neu berechnet. Unterm Strich steht für alle insgesamt ein Mehrbedarf von 9,5 Stunden. So haben, laut Mahns, die Hahäuser einen Antrag eingereicht, wonach die Vertretungsstundenzahl von 19,5 auf 24 Stunden pro Woche erhöht werden soll, als Grund wurde die neu ins Leben gerufene Krippengruppe angeführt.

Über ein weiters Projekt erhofft sich die Samtgemeinde Lutter eine personelle Entspannung. Vorgesehen ist eine Kooperation mit der Lebenshilfe Goslar. Im Lutteraner Kindergarten soll die praktische Ausbildung zum Alltagshelfer absolviert werden, Ziel ist es, die Person wieder in den Alltag einzugliedern. Zwei Jahre dauert die Ausbildung:  Im ersten ist die Person drei Tage im Kindergarten und zwei in der Berufsschule, im zweiten dann vier Tage vor Ort und ein Tag in der Schule. Los gehen soll es am 1. Januar 2019. Perspektivisch soll hier-aus ein Arbeitsplatz mit 35 Wochenstunden entstehen. „Vielleicht können wir das Ganze dann auch auf die Grundschule ausweiten“, gab Bodo Mahns einen Ausblick.syg

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