Spielpremiere bringt Generationen zusammen

Zwei Frauen luden am Freitag zum ersten Nachmittagstreff ein / Der lockte nicht nur die Hahäuser an

Der erste Nachmittagstreff stand unter dem Motto „Brettspiele”. Hier durfte der Klassiker „Mensch ärgere Dich nicht” natürlich nicht fehlen, mit Begeisterung wurden mehrere Partien gespielt.

Hahausen. Gespannt waren besonders Julia Kühn und Cathrin Mehl wie ihr Nachmittagstreff im Dorf ankommt. Denn am Freitag waren die Hahäuser ins Dorfgemeinschaftshaus eingeladen. „Ich bin total begeistert, wie viele gekommen sind “, sagt Mitorganisatorin Julia Kühn im Gespräch mit dem „Beobachter”. Mit ihrer Idee eines Spiele­nachmittags brachten sie Generationen zusammen.

Vor Ort konnten die beiden Organisatorinnen zehn Seniorinnen, acht Erwachsene im „Mittelalter“, sieben Kinder, zwei Jugendliche und ein Baby begrüßen. Als erste Reaktion war zu hören: „Ich fand es gut, dass so viele ältere Damen da waren“, sagte eine zweifache Mutter begeistert. Die kinderliebe Omi Nanni fasste den Nachmittag mit den Worten zusammen: „Es war richtig schön. Mich hat das Toben der Kinder in der zweiten Hälfte nicht gestört, aber das Kinderlachen berührt.“ Und die Eltern von Henri stellten fest: „Wir bringen zum nächsten Mal eine Decke für unseren Sohn zum Krabbeln mit“.

Noch eines zeigte sich, mit ihrem Spielenachmittag sprechen die Hahäuser nicht nur die Dorfbewohner an. Im „Beobachter” hatte Kerstin Meyer aus Rhüden vom Spielenachmittag gelesen und angefragt, ob sie kommen kann. „Jeder ist willkommen”, unterstreicht noch einmal Julia Kühn. Auch einige Nauener hatten sich auf den Weg gemacht.

Unterschiedliche Generationen können voneinander lernen, Freude miteinander teilen und sich an dem bunt gefüllten Tisch der mitgebrachten Getränke und Knabbereien stärken. Das Konzept ist aufgegangen. Die Veranstaltungsreihe darf als Testphase betrachtet werden. Sicherlich ist es auch ein Lernprozess, wo Kinder Grenzen austesten, gegenseitige Rücksichtnahme geübt werden muss und Spaß im Mittelpunkt steht.

Die Veranstalterinnen freuen sich auf den nächsten Nachmittagstreff. Dieser ist dann am 15. Februar. „Wenn die Idee weiter so gut angenommen wird, werden wir die Reihe im Winter etablieren”, gibt Cathrin Mehl im Gespräch einen Ausblick. Solch eine Premiere zeigt aber auch, wo es vielleicht noch hakt. So schaffen es die Kindergartenkinder noch nicht, zwei Stunden still zu sitzen. Deshalb würde sich der Flur für ein Bewegungsspiel zwischendurch anbieten. Zudem könnte ein zusätzliches ruhiges Angebot für diese Zielgruppe und kleinere Kinder schon im Gespräch sein. „Cool wäre es auch, wenn wir am Anfang ankündigen, welches Spiel an welchem Tisch gespielt wird, um noch mehr mit anderen ins Gespräch zu kommen“, äußert Julia Kühn einen Wunsch.

Für die zweite Auflage im Februar werden die Organisatorinnen einen neuen Schwerpunkt setzen und den Tag unter das Motto „Kartenspiele” stellen. Dann könnten sich auch die Männer zum Skat spielen treffen”, war in der Runde zu hören. Als die eine Gruppe überlegte, was da alles möglich ist, waren sie selbst überrascht: Von Uno über Rommé und Doppelkopf bis Mau Mau. „Zu uns kann jeder kommen, der Lust am gemeinsamen Spielen hat”, betont Julia Kühn. Die Lieblingsspiele können eingepackt werden.syg

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