Teestunde, Nachmittagstreff und Bürgerfrühstück sind angedacht

Dorfmoderation Hahausen: Beim „Runden Tisch“ im DGH hatten diesmal die Bürger das Wort

Die Dorfmoderatorinnen Claudia Mehl (links) und Petra Kremeik sammelten die Ideen der teilnehmenden Bürger.

Hahausen. Bereits zum dritten Mal in diesem Jahr hatten in Hahausen die Dorfmoderatorinnen Petra Kremeik und Claudia Mehl zu einer Veranstaltung eingeladen. Kurz zur Erinnerung: Im März fand die Bürgerversammlung als Informations- und Auftaktveranstaltung statt mit der zentralen Frage „Was ist Dorfmoderation?“ Im Juni wurde beim Dorfspaziergang ein anderer Blick auf das Dorf geworfen mit dem Fokus „Was sind unsere Stärken?“ Jetzt folgte nun der „Runde Tisch“, bei der die Bürger zu Wort kamen. Es ging um die Vorstellung von Ideen bis zum Schmieden erster Umsetzungspläne getreu dem Motto „Aus dem Dorf für das Dorf“.

Dabei wurden die Ideen aus den vorherigen Veranstaltungen aufgegriffen, um neue ergänzt und dann in fünf Kategorien gebündelt: Andere Zuständigkeiten; Mobilität/Nahversorgung; Tradition; Treffpunkte; Veranstaltungen. Unter „Andere Zuständigkeiten“ fiel das Thema „Sauberkeit“. Die Dorfmoderatorinnen werden keine Bürger auffordern, die Gosse vor dem Grundstück zu reinigen, aber bei Bedarf zu einer Gemeinschaftsaktion „Müllsammeln“ oder Ähnlichem aufrufen.

Je nach Interessengebiet gesellten sich rund 20 Teilnehmer einem Thementisch zu, um über das persönliche Anliegen ins Gespräch zu kommen. Es entwickelte sich ein reger Austausch zwischen Frauen und Männern, jungen Müttern und Senioren, Zugezogenen und Alteingesessenen, aktiven Vereinsmitgliedern und sich auf der Suche befindlichen Bürgern. Das Wesentliche wurde pro Tisch nach etwa einer halben Stunde präsentiert, damit alle an den vielseitigen Ergebnissen teilhaben konnten.

Unter dem Punkt Mobilität/Nahversorgung gab es die Erkenntnis: Wer nicht mobil ist, benötigt Nahversorgung! Eine Bestandsaufnahme wäre hier als erster Schritt notwendig, um vom IST-Zustand den Bedarf zu ermitteln. Offen blieb die Frage, was passiert, wenn der Friseur am Jahresende schließt. Erfolgreich wurde die Vermittlung von ortsansässigen Handwerkern erwähnt, die sich weit über die Dorfgrenzen einen Namen gemacht haben.

Bei den Thementischen Veranstaltungen, Treffpunkte und Tradition stand die Geselligkeit im Fokus. Vorstellbar wäre ein Bürgerfrühstück oder das „Singen in den Mai“ mit Maibaumaufstellen und Umtrunk. Überschneidungen gab es bei generationsübergreifenden Veranstaltungsideen wie beispielsweise ein Dorfflohmarkt/-basar oder ein Spielenachmittag/Nachmittagstreff für Jung und Alt mit unterschiedlichen Schwerpunkten (Gesellschaftsspiele, Computer, Basteln, Nähen…).

Neuzugezogene hätten einen leichteren Start, wenn es als Begrüßungsgeschenk eine Broschüre mit den Aktivitäten und der Vorstellung der Vereine des Dorfes gäbe. Auf der „Wunschliste“ an Treffpunkten steht ein Spielplatz mit schönen Geräten an einem zentralen Ort und einem Bolzplatz für Jugendliche mit Basketballkorb. Lobend erwähnt wurde die schnelle Umsetzung eines Zauns um den derzeitigen Spielplatz im Dorf zur Sicherheit der Kinder. 
Aus der Vielzahl an vorgestellten Ideen wurden drei für eine mögliche kurzfristige Umsetzung in Betracht gezogen: Teestunde, verbunden mit einem Lesenachmittag für Senioren, Nachmittagstreff und ein Bürgerfrühstück im Frühjahr.

Für die Umsetzung und Feinplanung dieser drei Projektideen können sich ab sofort weitere Interessierte bei den Dorfmoderatorinnen melden, die als Vermittler unterstützen: Petra Kremeik, (05383) 9437, Claudia Mehl, (05383) 907704, oder per Email (Dorfmoderation.Hahausen@gmx.net).

„Jedes Projekt hat ein Anfang und ein Ende“, betonte Petra Kremeik einen wichtigen Punkt für das persönliche Zeitmanagement. „Es wird also niemand über Jahrzehnte zu etwas verpflichtet.“

Das Protokoll zu der Veranstaltung kann ab sofort im Schaukasten der Dorfmoderation im Oberdorf eingesehen werden. Das nächste Treffen findet am Mittwoch, 6. März 2019, um 19.30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus statt, wie auch der Terminübersicht für 2018/2019 zu entnehmen ist.

„Es war ein guter Zeitpunkt, den Kreis vom kleinen Team der Dorfmoderation zu öffnen, die Bürger beim aktuellen Wissensstand abzuholen und in dem nun folgenden Entwicklungsprozess mitzunehmen,“ stellen die Dorfmoderatorinnen am Ende der Veranstaltung fest.kno/red

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