Vater und Sohn tauschen Posten

Feuerwehr Hahausen wählt diesen Schritt, eine andere Lösung ist nicht möglich

Von den Atemschutzgeräteträgern wird einiges abverlangt. Kommt es zu einem Brand gehen sie unter Atemschutz ins Gebäude. Der Atemschutzgerätewart muss sich unter anderem um die Wartung der Geräte kümmern. In Hahausen obliegt die Aufgabe jetzt Lukas Kerwien.

Hahausen. Wenn jemand einen Posten im Verein abgeben will, wird in den eigenen Reihen nach einem Nachfolger geschaut. Bei der Feuerwehr Hahausen ist das beim Atemschutzgerätewart nicht so einfach. Das wurde bei der jüngsten Jahreshauptversammlung deutlich.

Das die Nachfolgeregelung schwierig ist, darauf wies Ortsbrandmeister Ulf Gerbrich noch einmal explizit hin. „Für den Atemschutzgerätewart müssen gewissen Fortbildungen vorliegen, die haben bei uns nur zwei Mitglieder“, unterstrich Ulf Gerbrich. 31 aktive Brandschützer zählt die Feuerwehr. Der eine, der die Qualifikation besitzt, ist der bisherige Atemschutzgerätewart Bernd Kerwien, zugleich auch stellvertretender Ortsbrandmeister. Er will wegen zu vieler Aufgaben ein Teil abgeben. Hier kommt sein Sohn Lukas ins Spiel.

Er ist der zweite Brandschützer, der den erforderlichen Lehrgang besucht hat. Im vergangen Jahr absolvierte er den an der Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz in Celle. Der Hahäuser schloss diesen mit dem Prädikat „sehr gut“ ab, was nicht selbstverständlich ist, wie der Ortsbrandmeister noch einmal herausstellte. Die Lösung des Problems ist ein Postentausch zwischen Vater und Sohn. Beide stimmten diesem zu. Somit ist Lukas Kerwien ab sofort Atemschutzgerätewart in der Feuerwehr Hahausen. Sein Vater Bernd bleibt als Stellvertreter erhalten und wird ihm weiter mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Der Atemschutzgerätewart kümmert sich um die Wartung, Instandsetzung, Pflege und Prüfung der Atemschutzgeräte. An der Akademie für Brand- und Katastrophenschutz in Celle wird das Wissen in einem viertägigen Kurs vermittelt. Lehrinhalte sind unter anderem Reinigung und Desinfektion sowie Atemanschlüsse. Bevor der Lehrgang zum Atemschutzgerätewart absolviert werden kann, muss derjenige einige Voraussetzungen erfüllen. Dies sind der erfolgreich abgeschlossene Lehrgang „Truppführer“ sowie Atemschutzgeräteträger. Zudem muss eine Bescheinigung vorliegen, dass derjenige Atemschutzgeräteträger sein darf.

Einmal im Jahr müssen die Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr Hahausen die Strecke in der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Goslar durchlaufen. Ein Leistungstest wird hier absolviert. Die Atemschutzgerätestrecke wurde im vergangenen Jahr saniert, der „Beobachter“ berichtete.syh

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