Eichhörnchen in Not

Rettungseinsatz für die Feuerwehr Seesen am späten Mittwochnachmittag in der Kernstadt

90 Minuten verharrte das Tier wie versteinert an der Fassade. Die Bewohner riefen die Feuerwehr, denn sie wussten sich keinen Rat mehr.

Seesen. Der Klassiker in puncto Tierrettung durch die Feuerwehr war es nicht. Statt der Katze vom Baum wurden die Einsatzkräfte am späten Mittwochnachmittag zur Rettung eines Eichhörnchens in die Steinbühlstraße alarmiert.

„Es hing schon anderthalb Stunden total verkampft und starr mit dem Blick nach unten an unserer Hauswand“, berichten die Bewohner vor Ort im Gespräch mit unserer Zeitung. Sie wussten sich keinen Rat mehr, denn alle Versuche dem Tier zu helfen, misslangen. Deshalb verständigten sie die Feuerwehr Seesen. Mit der Drehleiter rückten sie aus. Vorsichtig näherten sie sich dem Tier. Der Einsatz der Drehleiter war dem Eichhörnchen dann offenbar doch nicht ganz geheuer. Es löste sich vorsichtig von der Hauswand und verschwand in den Busch. „Hoffentlich ist es nicht verletzt“, sagten die Bewohner.

Ortsbrandmeister Thomas Bettner, der auf der Drehleiter stand, musste schmunzeln. „Geht doch“, sagte er. Denn so eine Tierrettung ist für die Feuerwehrleute auch nicht ohne, denn selten lassen sich die Tiere problemlos einfangen. Ende gut alles gut. „Die Tiere werden jetzt wieder kleiner“, kommentierte Seesens Ortsbrandmeister im Gespräch. Den vergangenen Sonnabend retteten sie ein Pferd in Rhüden, das durch eine Fußgängerbrücke im Schlörbachtal gebrochen war, der „Beobachter“ berichtete. Die Brandschützer helfen jedem, Mensch und Tier, das wurde wieder deutlich.syg

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