Regierung gibt Weg für Landesgartenschau frei

„Bad Gandersheim wird Ausrichter der Landesgartenschau 2022” / Eine Meldung sorgt für Irritationen

Bad Gandersheim. Wirbel um eine Pressemitteilung, die heute Nachmittag das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium in Umlauf brachte: Die Landesregierung hat die Vergabe der Landes­gartenschau 2022 nach Bad Gandersheim beschlossen, hieß es da. Die Planungen hätten überzeugt und stimmten mit den Qualitätskriterien überein, die an Landesgartenschauen zu stellen sind, sagte Landwirtschaftsminister Christian Meyer. Er freue sich, dass die übernächs­te Landesgartenschau erstmalig nach Südniedersachsen gehe. Die Landesregierung hatte Bad Gandersheim ermuntert, sich nach 2018 für das Jahr 2022 erneut zu bewerben. Soweit alles zwar erstmal richtig, aber doch leicht fehl zu interpretieren.

Innerhalb weniger Minuten war die Nachricht durch das Internet und den Online-Medien verbreitet und es wirkte schnell so, als sei es nun fest beschlossen, dass die Landesgartenschau auch tatsächlich in Bad Gandersheim ausgerichtet wird. Zumal ein Artikel von der Deutschen Presse-Agentur zu diesem Thema durch die Formulierung „Die Landesgartenschau 2022 wird in Bad Gandersheim im Landkreis Northeim stattfinden“, gestützt wurde.

So wurde es in Windeseile in vielen Online-Medien verbreitet und sorgte teils für Verwirrung. Ein Anruf im Landwirtschaftsministerium und ein weiterer bei Stadtpressesprecher Manfred Kielhorn, brachte schnell Klarheit.

Richtig ist, dass die Niedersächsische Landesregierung die Vergabe der Landes­gartenschau 2022 nach Bad Gandersheim nunmehr beschlossen hat.

Nicht richtig ist, dass damit auch tatsächlich die reale Umsetzung erfolgt.

Diese Entscheidung liegt weiterhin beim Rat der Stadt Bad Gandersheim, der am 24. September natürlich auch weiterhin eine Bürgerbefragung durchführen wird und auf Zustimmung der Bürger setzt. Und mittlerweile auch auf das Positiv-Votum der aktuellen Landesregierung setzen kann.

Bad Gandersheim verfüge mit seiner beeindruckenden mittelalterli­chen Altstadt, ihrem weitläufigen Kurgebiet mit Seen und Wasserläufen, dem überregional aner­kannten Kulturangebot und der naturnahen Umgebung über eine hervorragende Aus­gangs­situation zur Durchführung der Landesgartenschau, hieß es da gestern.

Christian Meyer unterstrich, dass die Kurstadt damit sehr gute Voraussetzungen biete. „Die Ausrichtung der Landesgarten­schau kann gemeinsam mit den bereits vorbereiteten Investitions- und Marketingmaßnah­men als Initialzündung für eine weitere Belebung und wirtschaftliche Stärkung der Stadt wir­ken“, sagte Meyer.

Landesgartenschauen, so hieß es in der offiziellen Begründung weiter, könnten einen elementaren Beitrag zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftskraft leisten. Sie seien in der Lage, große Potentiale zum Nutzen der jeweiligen Re­gion und für das ganze Land zu mobilisieren. Mit der Landesgartenschau in Bad Ganders­heim solle die Erfolgsgeschichte der bisher fünf niedersächsischen Landesgartenschauen auch im Jahr 2022 fortgesetzt werden.

Die Landesregierung werde die Stadt bei der Suche nach För­dermöglichkeiten hinsichtlich der geplanten Investitionsvorhaben aktiv unterstützen. Der abschließende Info-Abend auf den Dörfern zur beabsichtigten Ausrichtung der Landesgartenschau 2022 in Bad Gandersheim findet am Mittwoch, 30. August, um 19 Uhr im Gasthaus Kulp in Harriehausen statt. Die Veranstaltung richtet sich an die Einwohner von Harriehausen und dem benachbarten Ellierode, aber auch an alle weiteren Interessenten aus Stadtgebiet und Umgebung.

In Harriehausen wird auch Prokurist Christian Rast von der Freizeit- und Tourismusberatung GmbH aus Köln anwesend sein, der bereits eine Reihe von Bundes- und Landesgartenschauen beratend begleitet hat.uk

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