TU-Studenten entwickeln vollautomatisierten Grill

Clausthaler Maschinenbau- und Informatik-Studierende stellen Ergebnis ihres interdisziplinären Projekts vor

Bauten gemeinsam einen automatisierten Grill (von links): Marvin Stümmel, Tanja Güttrick, Lara Rea de Menthon Bake, Vera Stein, Elisabeth Fittschen.

Clausthal. Grillen liegt voll im Trend. Vor Kurzem sorgte die erste Grillteilmeisterschaft auf dem Seesener Jacobson-Platz für Aufsehen, der „Beobachter“ berichtete. Gleiches schafften vor Kurzem auch Clausthaler Maschinenbau- und Informatik-Studierende, die einen besonderen Grill im Rahmen ihres interdisziplinären Projektes entwarfen.

Die Aufgabenstellung bestand darin, ein System zu entwerfen, das automatisiert verschiedene Arten von Grillgut zeitgleich zubereiten kann. Mittels einer App können Nutzer unter anderem den Gargrad des Fleisches angeben. Diese ermittelt dann die perfekte Garzeit und -temperatur, auf die der Grill dann reagiert. Die Kohlewanne des Grills fährt automatisch hoch und runter, um die Temperatur anzupassen. Der Rost kann in verschiedene Richtungen gekippt werden, um das auf Thermoelementen zur Kerntemperaturbestimmung befestigte Grillgut zu wenden. Ein Piepton und eine Push-Mitteilung in der App kündigen dem Grillenden am Ende an, dass das Fleisch gar ist und vom Grill genommen werden kann.

Für das Praxisprojekt arbeiteten die Studierenden der Fächer Maschinenbau und Informatik zusammen und konnten so ihr Wissen in Bereichen wie Schweißen, Programmieren und Automation bündeln. In einer Präsentation erläuterten die Studierenden ihre Entwurfsentscheidungen und Vorgehensweisen, um danach das entwickelte Gerät in der Praxis vorzuführen. So wurde den Gästen die Mechanik des Grills vorgeführt, auf die dann eine Verkostung des Grillguts folgte.

Auch die Betreuer des Projekts nahmen an der Herausforderung teil, einen vollautomatischen Grill zu bauen: Ihr Konzept bestand aus einem schwenkbaren Grill, der ebenfalls mittels Piepton und verschiedener LED-Leuchten signalisiert, wann das Grillgut gedreht werden oder vom Rost genommen werden kann. Zum Ausprobieren der kreativen Grillkonstruktionen hatte die ortsansässige Fleischerei Eine das Grillgut gesponsert.

Dieses Projekt fand nun schon zum dritten Mal statt: Im vergangenen Wintersemester wurde von den Studierenden eine Sortiermaschine, die Schokolinsen nach Farbe sortiert und auf Wunsch auch so wieder ausgibt. Im Sommersemester 2019 wurde ein automatischer „Bierpong“-Werfer, der Bälle in Becher wirft, konzipiert. Bei den Studierenden kommt das Praxisprojekt gut an, sie wünschen sich eine Fortsetzung, heißt es in der Mitteilung.

TUCreate, die Studierendenwerkstatt an der TU Clausthal, ermöglicht es den Studierenden ihre privaten Projektideen abseits der Praxisprojekte zu verwirklichen. In den Werkstätten und Laboren haben sie die Möglichkeit, die Ausstattung so unter anderem 3D-Drucker, Lötkolben und Schweißgeräte für die Realisierung zu verwenden.bo/syg

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