„Die Vergangenheit muss reden und wir müssen zuhören!”

Kranzniederlegung zum Volkstrauertag am Rhüdener Mahnmal

Ortsbürgermeister Frank Hencken: „Die ursprüngliche Hoffnung, dass durch den Volkstrauertag den Kriegen gewehrt werden kann, hat sich leider nicht erfüllt. Zwar können wir dankbar sein, dass in unserem Land über so viele Jahrzehnte Frieden herrscht. Aber ein Blick in die Welt zeigt, dass auch heute viele Kriege in der Welt toben, in die zum Teil auch deutsche Soldaten involviert sind.“

Rhüden. Am Volkstrauertag hatte Rhüdens Orstbürgermeister Frank Hencken im Namen des Rhüdener Ortsrates die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr mit Ortsbrandmeister Timo Hurlemann sowie die Vereine und Verbände zur Feierstunde am Rhüdener Ehrenmal eingeladen. Und sie kamen dann auch, und zwar bereits zum Gottesdienst in die Rhüdener St. Martini-Kirche. Hier musizierten der Musikzug der Feuerwehr unter der Leitung von Uwe Euler sowie der MGV von 1861 Groß Rhüden unter der Leitung von Friedjof Palasdies. Frank Hencken dankte bei seiner Rede den Vereinen, darunter der Schützenverein „Horrido“, das DRK, der Sozialverband sowie der FC „Rot Weiß“ Rhüden, für ihre Teilnahme. Seine Ansprache orientierte Hencken an den Worten des Dichters Erich Kästner: Die Vergangenheit muss reden – und wir müssen zuhören!“ Vorher, so Hencken, werden aufmerksame Mitbürger keine Ruhe finden.

Damit war er dann auch unmittelbar beim zentralen Kernpunkt des Gedenktages angekommen: „Die ursprüngliche Hoffnung, dass durch den Volkstrauertag den Kriegen gewehrt werden kann, hat sich leider nicht erfüllt. Zwar können wir dankbar sein, dass in unserem Land über so viele Jahrzehnte Frieden herrscht. Aber ein Blick in die Welt zeigt, dass auch heute viele Kriege in der Welt toben, in die zum Teil auch deutsche Soldaten involviert sind.“ Dennoch gelte es, nicht zu resignieren und alles dafür zu tun, damit Terror, Krieg und Gewalt nicht das letzte Wort behalten.

Nach der Intonation der Nationalhymne begaben sich die rund 200 Gottesdienstbesuchenden zum Ehrenmal, um einen würdig gebundenen Kranz am Mahnmal niederzulegen.

Im Nachgang besuchte Ortsbürgermeister Frank Hencken noch die Schützen im Schützenhaus und die Feuerwehrmitglieder, um am Rande des Tages über Chancen und Grenzen eines solchen Gedenktages zu sprechen. Dabei zeigte sich, dass es sinnvoll sein kann, einen solchen Dialog auch öffentlich zu führen. Man darf gespannt sein, was daraus entstehen mag.JK

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