Entscheidung über die Vergabe der Buslinien steht noch aus

Busverkehr in Seesen und der Umgebung ist betroffen / Ein Bewerber ist aus dem Rennen

Seit April diesen Jahres fahren die HarzBusse in Seesen und der Umgebung. Ob das Unternehmen auch in den kommenden zehn Jahren die Haltestelle in den Teilnetzen 82 und 83 (hier sind Seesen, Langelsheim und die Samtgemeinde Lutter mit drin) anfährt, wird sich voraussichtlich Ende November entscheiden.

Region. Jahrzehntelang fuhren die roten Busse der Bahntochter Regionalbus Braunschweig GmbH (RBB) durch Seesen und die Umgebung im Linienbusverkehr. Doch seit April dieses Jahres ist alles anders. Wie der „Beobachter“ berichtete, musste damals die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH (LNVG) per Eilentscheid die Teilnetze 82 und 83 (hier sind Seesen, Langelsheim und die Samtgemeinde Lutter betroffen) neu vergeben. Denn die RBB hatte den Vertrag gekündigt und sich verzockt. Bekanntlich erhielt den Zuschlag der HarzBus. Doch die Vergabe war erst einmal begrenzt. Jetzt steht die nächste richtungsweisende Entscheidung an.

Für sechs Monate in Form einer einstweiligen Erlaubnis wurde der Linienverkehr für die beiden betroffenen Teilnetze im Landkreis Goslar an den HarzBus vergeben. „Eine Genehmigung für den Linienverkehr war in der Kürze der Zeit nicht realisierbar, da solch ein Verfahren viel länger dauert“, hieß es damals auf „Beobachter“-Anfrage von Seiten der LNVG aus Hannover.  Dabei geht es um die Betreibung der Buslinie in den nächsten zehn Jahren – also bis 2029. Die sechsmonatige Frist ist abgelaufen. Eigentlich wollte die LNVG im August diesen Jahres eine Entscheidung treffen, doch diese wurde nun vertagt.

Wie Dirk Altwig, Pressesprecher der LNVG auf Anfrage mitteilte, mussten noch juristische Fragen geklärt werden. Mit einer Entscheidung sei nun voraussichtlich Ende November diesen Jahres zu rechnen.

Einiges deutet darauf hin, dass der HarzBus der einzig verbliebene Bewerber für die Linien in den Teilnetzen 82 und 83 ist. Denn wie der LNVG-Pressesprecher auf Anfrage mitteilte, hatte die Bahntochter zunächst einen Antrag gestellt, diesen aber wieder zurückgezogen. Nach „Beobachter“-Information haben Busfahrer der Bahntochter das Unternehmen hin zum neuen Anbieter gewechselt. Zudem hat der HarzBus seine Bewerbung für den Linienverkehr eingereicht. Dabei muss auch eine Kosten-Erlös-Kalkulation mit abgegeben werden.

Ein Wechsel der Verkehrsunternehmen bringt generell gewisse Anlaufprobleme, die waren im konkreten Fall aber eher gering, heißt es aus Hannover. „Wir haben lediglich eine einstellige Zahl von Fahrgastbeschwerden bekommen“, so Dirk Altwig. Das kam auch Gisela Noske von der Pressestelle Regionalverband Braunschweig bestätigen. „Die Umstellung von RBB auf HarzBus ist aus unserer Sicht sehr gut gelaufen“, teilt sie auf Anfrage mit und fügt an: „Es war eine schwierige Ausgangslage und keine optimalen Voraussetzungen. Dafür ist der Start des HarzBusses hervorragend gelungen“. Auch hier liegen nur wenige Beschwerden vor.

Mittlerweile wurde vom HarzBus ein Servicecenter in Goslar eröffnet. Zu finden ist es am Hotel „Der Achtermann" (linker Vorbau Kreisverkehr) in der Rosentorstraße 18 in Goslar. Die Öffnungszeiten sind von Montag bis Freitag von 8 bis 12.30 Uhr sowie von 13 bis 16.30 Uhr. Zu erreichen sind die Mitarbeiter telefonisch unter (05321) 5182780 oder per E-Mail an info@harzbus-goslar.de, ein beteiligtes Unternehmen am HarzBus ist die Firma Pülm aus Rhüden.syg

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