Haushalt und Brücken im Fokus

Ortsrat Rhüden hatte beschäftigte sich nach der Sommerpause mit zahlreichen Themen

Der ehemalige Fußgängersteg am Zainer Bach.

Rhüden. Nach der Sommerpause traf sich der Ortsrat Rhüden im Sportheim des FC Rot-Weiß Rhüden zu seiner jüngsten Sitzung. Neben den Ratsmitgliedern durfte Ortsbürgermeister Frank Hencken auch den Leiter des Fachbereiches Ordnung, Uwe Zimmermann (Stadt Seesen) sowie den 1.Vorsitzenden des FC Rhüden Uwe Probst begrüßen. Im Vorfeld der Sitzung nutzte Probst die Gelegenheit, den Ortsrat über die sportliche Entwicklung des Vereins, sowie über die Auswirkungen des zurückliegenden Hochwassers zu informieren.

Nach Abhandlung der üblichen Regularien widmete man sich zunächst der Verkehrssituation in der Lamspringer Straße. Hier haben sich in der Vergangenheit viele Anwohner über eine zu hohe Fahrgeschwindigkeit ein- und ausfahrender Fahrzeuge beschwert. Seitens der Stadtverwaltung Seesen wurde, nach Hinweis durch den Ortsrat, hierzu eine Messtafel aufgestellt. Das Ergebnis zeigt, dass 83 Prozent der Fahrzeuge die Geschwindigkeit überschritten haben. Die schnellste gemessene Geschwindigkeit lag sogar bei 108 km/h (!) innerhalb der geschlossenen Ortschaft.

Im weiteren wurde festgestellt, dass das Ortseingangsschild seinerzeit zu weit außerhalb der Bebauung aufgestellt wurde. Kurzerhand wurde deshalb die Ortseingangstafel hinter die Kurve, in Richtung Ortseingang, versetzt und an die bisherige Stelle ein 70km/h-Schild, mit dem Ziel der Verkehrsberuhigung aufgestellt.

„Nach dieser Maßnahme, sind die Geschwindigkeiten zwar etwas zurückgegangen, aber das Ergebnis ist noch nicht zufriedenstellend“, so Uwe Zimmermann. Es sei beabsichtigt, in nächster Zeit weitere Messungen durchzuführen und mit der Polizei nach Lösungen der weiteren Geschwindigkeitsreduktion zu suchen.

Ortsbürgermeister Hencken erklärte, dass zur Anschaffung eines neuen Spielgerätes für den Spielplatz „Robü“ noch Mittel im aktuellen Haushalt zur Verfügung stehen und seitens der Verwaltung Vorschläge für geeignete Spielgeräte vorliegen. Um den Spielplatz im Robü insbesondere auch für ältere Kinder attraktiver zu gestalten, sprach sich der Ortsrat einstimmig dafür aus, das Spielgerät „Netz Twister“ der Firma Kompan anzuschaffen, welches nach Auffassung der Ortsratsmitglieder für viel Dynamik und Spielfreunde bei der entsprechenden Altersgruppe sorgen dürfte.

Der Bau eines Hauses ist immer eine schöne, spannende Sache. Ein junges Ehepaar aus Rhüden möchte sich dieser Herausforderung stellen und ein Stück einer landwirtschaftlich genutzten Fläche in ein Baugrundstück umwandeln, um dort ihr Traumhaus zu errichten. Dazu müssen auch einige behördliche Hürden genommen werden. Natürlich stimmte der Ortsrat diesem Vorhaben einstimmig zu. Ebenfalls musste ein Auslegungsbeschluss über die Änderung des Flächennutzungsplans und Bebauungsplan zur Errichtung der neuen Kindertagesstätte in Rhüden gefasst werden. Auch hier waren sich die Mitglieder des Ortsrates schnell einig und beschlossen das Vorgehen ebenfalls einstimmig.

Anschließend begann man mit den Beratungen über die Mittelanmeldung für das kommende Jahr. Hencken erörterte zunächst, dass die Einwohnerzahl bedauerlicherweise auf 2.753 Einwohner (Stand 31.Dezember 2017) zurückgegangen sei.

Die daraus resultierenden Schlüsselmittel für das Haushaltsjahr 2019 belaufen sich somit auf 6.256 Euro. Hinzu kommen noch eingesparte Mittel aus den vorherigen Jahren in Höhe von 7.762 Euro. Mit den Leistungen vom Baubetriebshof stehen also im kommenden Jahr 14.518 Euro zur Verfügung, die wie folgt aufgeteilt werden: 3.000 Euro Repräsentationen und ggf. Neujahresempfang, 2.000 Euro für Kinder-, Jugend- und Seniorenbetreuung, 2.200 Euro Förderung der Vereine und Verbände, sowie 6.818 Euro Dorfverschönerung.

Im weiteren stellte der Ortsrat Rhüden einstimmig den Antrag, weitere Mittel in den kommenden Haushalt aufzunehmen. Neben erforderlichen Mitteln für die Beschattungsmarkisen der Grundschule Rhüden und weiteren Ausstattungen im Haus der Vereine, erläuterte Ortsbürgermeister Hencken, dass die notwendige Sanierung des Freibades Rhüden unbedingt oberste Priorität erhalten müsste. Hier bestehen seitens des Gesundheitsamtes Goslar Auflagen im Bereich der Mess- und Regeltechnik, der Dosierpumpe und dem Anschluss des Planschbeckens an die Filteranlage, die dringend abzuarbeiten sind, um einen Weiterbetrieb des Freibades nicht zu gefährden.

Alleine für das Freibad werden Haushaltsmittel in Höhe von zirka 50.000 Euro benötigt. In diesem Zusammenhang würdigte der Ortsrat das ehrenamtliche Engagement der Verantwortlichen und Helfer, die in den vergangenen Wochen umfangreiche Arbeitseinsätze am Freibad geleistet haben.

Hencken teilte dann mit, dass nach einer Brückenüberprüfung der Fußgängersteg über den Zainer Bach erhebliche Mängel aufweise und aus Sicherheitsgründen unverzüglich demontiert werden musste. Der Baubetriebshof der Stadt Seesen wird aber voraussichtlich im Winterhalbjahr für einen entsprechenden Neubau sorgen. Weiter wurde mitgeteilt, dass das Haus der Vereine nun über ein freies W-LAN verfüge. Seitens der Stadt Seesen wurde mitgeteilt, dass der Abriss der Maschbrücke nun abgeschlossen ist und der Neubau voraussichtlich bis zum Jahresende realisiert werden soll.

Aktuell erinnern mehrere Gedenksteine im Zuge der Wilhelm-Busch Straße an die zahlreichen Hochwasserereignisse, bis in das 19. Jahrhundert zurück. Um nicht noch einen weiteren Stein aufzustellen, haben sich die Mitglieder des Ortsrates Gedanken gemacht, wie man an das jüngste und vergangene Hochwasser erinnern könnte. Man einigte sich auf die Errichtung einer Stele aus Metall mit Markierungsmarken für die Hochwasser aus den Jahren 1898, 2007 und 2017. „Gespräche mit betroffenen Bürgern, sowie entsprechende Diskussionen in den sozialen Netzwerken haben gezeigt, dass grundsätzlich ein Erinnerungsmal gewünscht sei“, so Hencken.

Abschließend stand nochmal die bevorstehende Ortsratsfahrt auf der Tagesordnung. Nach der Seniorenfahrt am 15. September nach Quedlinburg mit Besuch des Käsekuchenhauses bietet der Ortsrat an, sich zu einem Abschluss im Hotel „Zum Rathaus“ mit drei Menüvorschlägen (Preis nicht im Fahrpreis enthalten) treffen zu können. Eine Abfrage dazu wird im Bus erfolgen.red

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