Beim TSE Kirchberg packen alle mit an

Sportwoche stellt den kleinen Verein vor große Herausforderungen, aber es klappt alles wie am Schnürchen

Am Sonnabend wurde erstmals das große Bubble-Soccer-Turnier ausgetragen. Trotz Regenwetter und kühlen Temperaturen kamen Zuschauer und Spieler voll und ganz auf ihre Kosten. Der TSE lässt sich immer wieder etwas einfallen, um der Sportwoche neue Impulse zu verleihen.

Kirchberg. Die Kirchberger Sportwoche hat eine lange Tradition – seit Jahrzehnten freuen sich die Fußballfans in der Region auf das alljährliche große Vorbereitungsturnier im Juli. Und der ausrichtende TSE Kirchberg zeigt, dass er neben dem reinen Fußballturnier noch eine Menge mehr auf die Beine stellen kann. Klar, das Kirchberger Open Air zum Abschluss der Fußballwoche gehört mittlerweile schon fest dazu und steht bei vielen Seesenern schon seit Wochen als „Place to be“ im Terminkalender.

Wieviel Vorbereitungszeit, ehrenamtliche Arbeit, organisatorisches Talent, zuweilen auch nervliche Belastungen und die Aufopferung von Freizeit zu einer Sportwoche mit Mega-Konzert gehören, das kann man meist nur erahnen. Oder wissen, wenn man vergleichbare Events schon einmal selbst auf die Beine gestellt hat.

Ohne fleißige Helfer geht das natürlich nicht, und so kann TSE-Vorsitzender Marcus Hölscher zurecht stolz sein auf seine vielen helfenden Mitglieder. Seit Freitag müssen fast alle mithelfen, die sich mit dem TSE in dem kleinen Seesener Stadtteil verbunden fühlen und der durch Gemeinschaftssinn hervorsticht. Ob am Bratwurststand, in der Pommesbude, an der Biertheke oder beim Kuchenverkauf. Rund um die Uhr wird angepackt und mitgeholfen. Und natürlich auch hinter den Kulissen angepackt, beispielsweise wenn mal wieder der Strom ausfällt und der Vorsitzende höchstpersönlich die Kabeltrommel holt und unter den Bierwagen krabbelt, damit schnell wieder Licht brennt.

Bubble-Soccer-Turnier traf den Nerv der Spieler und Zuschauer

Am Sonnabend folgte dann ein Novum. Erstmalig wurde das große Bubble-Soccer-Turnier ausgetragen. Ähnlich wie beim American Football stürmen die Spieler beim Anpfiff aufeinander zu und versuchen, die Gegenspieler umzuwerfen und sich so einen Weg zum Tor zu bahnen. Die Bubblebälle fungieren dabei als eine Art Airbag, da sie die Spieler bei Zusammenstößen schützen. Dadurch entsteht ein sich vom klassischen Fußball komplett unterscheidendes Spiel. Trotz Regen bot das Turnier den Akteuren und den Zuschauern jede Menge Spaß und Unterhaltung. Wer am Ende vorn lag? Fürs Protokoll sei die Reihenfolge erwähnt: 1. Tigerstyle, 2. Krombacher Allstars, 3. Die Abrissbirnen, 4. FC Freibier.

Dass sollte aber am Ende weniger zählen, als die Tatsache, dass der TSE auch hier wieder ein echtes Highlight geboten hatte. Abends folgte am Freitag zunächst eine Cocktail-Party und am Sonnabend wurde zu Rhythmen der 90er-Jahre getanzt und gefeiert. Und das trotz der ungewöhnlich kühlen Juli-Witterung. Klar ist auch, dass am Ende der Sportwoche Einnahmen zu Buche schlagen, die wiederum in den Verein gesteckt werden, nur so lässt sich im Übrigen auch der geringe Jahresbeitrag erklären, den TSE-Mitglieder bezahlen. Im Vergleich zu anderen Vereinen ist man beim TSE mit gerade einmal 36 Euro Jahresbeitrag supergünstig dabei.

Gestern und heute stand und steht Durchatmen auf dem Programm. Zwei Ruhetage sollen den Akku wieder aufladen, bevor am morgigen Mittwoch die letzten Gruppenspiele anstehen. Am Freitag folgt das dann sportliche Finale beim Fußball und am Sonnabend das große Kirchberger Open Air.uk

Seesen

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