„Das war wirklich toll“

Geglücktes Duo aus Fest und Vernissage

Am Ende meldete der Förderverein „ausverkauft“.

Mechtshausen. Die Kombination Gartenfest und Vernissage war eine gute Wahl: Im und rund um das Wilhelm-Busch-Haus Mechtshausen war am vergangenen Sonntag viel los – trotz der Konkurrenz an Veranstaltungen im Umkreis. Hildegard Reinecke, Vorsitzende des Fördervereins, schätzt, dass rund 300 Besucher vor Ort waren. „Am Ende waren wir mit allem ausverkauft“, freute sie sich. Zwei Jahre lang musste das Fest ausfallen, zuletzt fand es 2019 statt. Neben den örtlichen Bewohnern kamen auch viele von weiter her. „Es waren viele Personen mit dem Fahrrad hier, auch zum Beispiel aus Goslar oder Bockenem“, erzählt Reinecke. Es mache sich sicher auch bezahlt, dass sich am Wilhelm-Busch-Haus eine Stempelstelle der Seesener Dorfrunde befinde.

Am Vormittag gab es zunächst einen Gottesdienst, der schon gut besucht war. Die Anwesenden konnten im Anschluss natürlich das Museum besichtigen. Aber auch ein Aufenthalt unter den Bäumen im Garten bot sich an. Bei nahezu idealen Wetterbedingungen ließ es sich dort gut aushalten. Am Mittag gab es eine Kartoffelsuppe, die über dem offenen Feuer gekocht wurde. Schnell war diese ausverkauft. Da warteten dann noch der Grill und ein reichhaltiges Kuchenbuffet auf die Gäste. Ebenfalls im Garten waren einige Stände aufgebaut. Dort gab es zum Beispiel Nähsachen, Vogelhäuschen oder einen Flohmarkt der alten Dinge. Mehrere Künstler stellten ihre Werke aus.

Und das nicht ohne Grund, denn im Museum wurde am Nachmittag eine neue Ausstellung eröffnet. Sidney Gromnica, Vorsitzender der Künstlergilde Harz, stellte einen Zusammenhang des Standortes der Ausstellung in der ersten Etage des Museums mit dem Künstlerdasein her. Die steile Treppe könne sowohl den Fall, als auch den Weg zu den höheren Sphären der Kunst ermöglichen. Als Trost erwähnte er Wilhelm Busch, der diesen Aufstieg ebenfalls regelmäßig in seinen letzten zehn Lebensjahren zu bewältigen hatte. Und als aktuellen Lohn der Mühe gibt es anschließend den Genuss einer Kunstausstellung mit Werken von Mitgliedern der „Künstlergilde Harz“. Insgesamt 15 Künstler aus dem Landkreis Goslar (Elisabeth Grebe, Helga Gromnica, Detlef Hänsel, Reinhard Koschubs, Antje Löffler, Heide Lühr-Hassels, Klaus Müller, Bernd Schobeß, Bernd Schubert, Reinhard Skott, Winfried Spickermann, Wolfgang Spittler, Mihaela Weiss, Hans Georg Wöhle und Sidney Gromnica) stellen dort nun aus, darunter auch einige Seesener.

Eine Besonderheit ist in diesem Fall natürlich die Vielfalt der künstlerischen Ansätze. Die Ausstellung sei dadurch spannend und abwechslungsreich, vom zarten Blumenmuster über die künstlerische Parodie bis hin zum Abstrakten. Zuletzt zitierte Gromnica Wilhelm Busch: „Oft trifft man wen, der Bilder malt; viel selt`ner wen, der sie auch zahlt“. Damit wies er darauf hin, dass die Werke auch erworben werden können, oder, um es mit dem Gildenmitglied Bernd Schobeß zu sagen: „Denken Sie bitte daran, wir Künstler nehmen auch gerne mal feste Nahrung zu uns!“

Kunst gab es zuvor auch bereits im Garten zu hören. Zur Mittagszeit war Akkordeonmusik mit Elisabeth Möller aus Heckenbeck zu hören. Später gab es die bekannte und beliebte Musik der Lokalband „Quasimodo Knöterich“. „Das hat bestimmt auch den ein oder anderen angelockt“, ist sich Hildegard Reinecke sicher. Wer sich die Ausstellung anschauen möchte, hat dazu noch bis zum 14. August Zeit. So lange hängen die Bilder im Museum, bevor die Werke weiterziehen.dh