Dienstag ganztägiger Streik in den Asklepios Klinken Schildautal

Patientenversorgung über Notdienstvereinbarung sichergestellt – Gewerkschaft ver.di erwartet rund 200 Teilnehmer

Dienstag wird bei Asklepios in Seesen gestreikt.

Seesen. Die Beschäftigten der Asklepios Kliniken Schildautal machen weiter mobil. Nächster Schritt: Am heutigen Dienstag werden die Kliniken ganztägig bestreikt. Die Beschäftigten reagieren damit auf die beharrliche Weigerung von Asklepios, Tarifverhandlungen mit ver.di aufzunehmen, um den Anschluss an das Tarifniveau des Öffentlichen Dienstes herzustellen. Dabei, so ver.di, wird es zu erheblichen Beeinträchtigungen kommen, die Notfallversorgung ist aber selbstverständlich sichergestellt. ver.di hat mit Asklepios dazu eine Notdienstvereinbarung abgeschlossen, die den Klinikbetrieb im Prinzip auf Sonnabendniveau herunterfährt.

Die Beschäftigten versammeln sich um 10 Uhr zur Kundgebung auf dem Jacobsonplatz in Seesen. ver.di erwartet rund 200 Teilnehmer.

ver.di-Sprecher Jens Havemann: „Die Beschäftigten sind empört über die Hinhaltetaktik des Asklepios-Konzerns. Sie haben alle Argumente auf ihrer Seite. Bei den Asklepios Kliniken in Goslar oder Göttingen gilt der Tarifvertrag des Öffentlichen Dienstes. Die Forderungen der Beschäftigten hier gleichzuziehen, liegen seit zehn Monaten auf dem Tisch, Asklepios verweigert jedoch sowohl Tarifverhandlungen als auch akzeptable Angebote.“

Das von Asklepios im Mai dem Betriebsrat vorgelegte Angebot kann keine Grundlage sein. Martin Kupferschmidt von der ver.di-Streikleitung: „Das Angebot ist meilenweit weg vom TV ÖD – in weiten Teilen bis zu 20 Prozent und mehr. Und das allein nur bei den Monatsgehältern. Wenn wir Zuschläge, Urlaub, Zusatzurlaub und zusätzliche Altersversorgung betrachten, kommt nochmal richtig was dazu!“

Oliver Kmiec, Betriebsratsvorsitzender und Mitglied der ver.di-Streikleitung ergänzt: Wir brauchen dringend und schnell wesentlich bessere Arbeitsbedingungen, damit wir Personal an der Klinik halten und neues gewinnen können. Die Sparkurs von Asklepios schadet der Klinik nachhaltig. Es könnten weit mehr Patienten aufgenommen werden, wenn nur ausreichend Personal vorhanden wäre.“red

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