Gesprächstermin mit Asklepios-Führung steht

Landkreis und Unternehmen wollen aufeinander zugehen

Goslar/Seesen. Landrat Thomas Brych hatte ein Gespräch mit den Verantwortlichen von Asklepios angekündigt. Nachdem Asklepios-Gründer Bernard große Broermann Anfang Dezember ein Gespräch absagte, der „Beobachter“ berichtete, wollte der Kreisverwaltungschef auf Kai Hankeln (Konzerngeschäftsführer bei Asklepios) und Adelheid May (Regionalgeschäftsführerin der Asklepios Harzkliniken) zugehen. Zu diesem Treffen wird es nun Ende des Monats kommen.

Wie Landkreissprecher Maximilian Strache auf Anfrage des „Beobachter“ mitteilt, werden alle am Mittwoch, 31. Januar, zusammenkommen. Beim Treffen werden Kai Hankeln, Adelheid May, Landrat Thomas Brych und der Ältestenrat des Landkreises Goslar anwesend sein. „Ich bin zuversichtlich und würde mich freuen, wenn wir künftig einen offenen Dialog mit den Politikern auf einer sachlichen Ebene finden“, formulierte Adelheid May Anfang Dezember einen Wunsch in Richtung der Politik. Das Gespräch Ende des Monats wird nichtöffentlich sein.

Bei dem Gespräch wird es um die Situation der Asklepios Krankenhäuser im Harz gehen, die in den vergangenen Monaten sehr in die Kritik geraten sind. Diese erreichte auch den Goslarer Kreistag. Im Gremium wurde im Dezember 2017 eine heftige Diskussion geführt. „Unzufriedenheit in der Belegschaft, Überlastungen, Kündigungen von exzellenten Chefärzten, all dies trägt nicht zur Vertrauensbildung bei“, formulierte beispielsweise die SPD-Kreistagsabgeordnete Petra Emmerich-Kopatsch. Auch die anderen Fraktionen ließen kein gutes Haar an der Klinikführung.

Zwei Anträge wurden obendrein im Kreistag einstimmig beschlossen, zum einen die gemeinsame Erklärung des Kreistages zu der Situation an den Asklepios Harzkliniken Goslar und den Asklepios Kliniken Schildautal Seesen. Zum anderen die Prüfung und gegebenenfalls Einleitung von rechtlichen Schritten gegen die Asklepios Harzkliniken GmbH in Bezug auf die Situation an der Asklepios Harzklinik Clausthal-Zellerfeld.

Asklepios-Gründer Bernard große Broermann begründet die Absage damit, dass er nicht ins tägliche Geschäft eingebunden sei, und daher keinen Sinn in diesem Gespräch sieht. Obendrein lobte er Landrat Thomas Brych für sein großes Engagement für eine hochwertige Gesundheitsversorgung im Landkreis Goslar. Er betonte auch noch einmal in der jüngsten Kreistagssitzung, dass der Landkreis zwar die Versorgungsaufgabe an Asklepios mit dem Verkauf im Jahr 2003 abgetreten hatte, er den Landkreis aber weiter in der „Wächterfunktion“ sieht.

Vermutlich wird der Inhalt des Gespräches in der nächsten Kreistagssitzung thematisiert. Der Kreistag tagt wieder am Montag, 5. Februar, um 16 Uhr im Goslarer Kreishaus.syg

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