Bezirksliga 3 Braunschweig

„Last-minute-Ostern“beim TSV Münchehof

Sechs Punkte verschaffen der Ahfeldt-Elf Luft

Alexander Bergmann auf dem Weg zur Vorlage zum gestrigen 2:1-Siegtreffer für den TSV Münchehof gegen den FC Heeseberg

Münchehof. Das Bezirksligateam des TSV Münchehof kann zu Hause doch noch gewinnen. Beide Spiele am Osterwochenende gewann die Ahfeldt-Elf durch Treffer in der Nachspielzeit und hat den Klassenerhalt nun in der eigenen Hand.

Münchehof - G. Wolfenb. 3:2

Dank einer deutlichen Leistungssteigerung im zweiten Spielabschnitt gelang am Sonnabend gegen Germania Wolfenbüttel ein glücklicher 3:2-Erfolg. Nach dem schön herausgespielten Treffer des starken Michael Rottler in der Nachspielzeit kannte der Jubel beim TSV keine Grenzen mehr. So ein Sieg sollte das Team weiter zusammen schweißen. Teuer erkauft wurde der Sieg allerdings durch die Verletzungen von Alexander Krause (Knie), für den die Saison wohl beendet sein dürfte.

Die Gastgeber wirkten in Spielabschnitt eins unsicher und gehemmt. In der 18. Minute musste TSV-Keeper Kevin Lüs mit einer Glanzparade eine hochkarätige Torchance der Germanen verhindern. Zwei Minuten später war er machtlos, als Andreas Geibel bei einer unglücklichen Abwehraktion seinen Gegenspieler Kamil-Piotr Golkowski 20 Meter vor dem TSV-Tor in Schussposition brachte. Dieser zog beherzt und trocken ab und das Leder zappelte zum 0:1 im TSV-Netz. Nach einer 20-minütigen Unterbrechung wegen einer Kopfverletzung des Gästespielers Zafer Birkan, der mit dem Notarztwagen zur sofortigen Behandlung ins Krankenhaus transportiert wurde, wurden die TSVer stärker. Die erste Torchance der Partie nutzte Kapitän Philip Bergmann in der 35. Minute zum überraschenden 1:1-Ausgleich. 1:1 zur Pause, das hätte gut ausgesehen, aber die TSVer leisteten sich noch einen Patzer, so dass die Gäste mit einem direkt verwandelten Freistoß von Dennis Keihe aus spitzem Winkel 2:1 in Führung gingen.

Hoffen und Bangen war zur zweiten Spielhälfte angesagt. Mit Gerrit Demmig und Marvin Gerke in der Innenverteidigung ging nun aber plötzlich der lange erhoffte Ruck durch die Mannschaft. Ein glänzendes Tor führte in der 56. Minute zum 2:2-Ausgleich. Michael Rottler hatte mit dem Rücken zum Tor auf Alexander Bergmann abgelegt und dieser zeigte mit einem überraschenden und unhaltbaren Volleyschuss aus 23 Metern seine Qualitäten. Die Münchehöfer setzten nun die Gäste unter Druck. Aus einer stabilen Abwehr wurden konzentrierte Angriffe vorgetragen und die Gastgeber hatten gleich mehrere Großchancen zum Siegtreffer. Edgar Elser scheiterte zweimal freistehend, wobei der Ball auf dem holprigen Platz schwer zu kontrollieren war.

Der angeschlagene Philip Bergmann kämpfte sich mehrfach großartig durch, scheiterte aber aber am gut aufgelegten Gäste-Torwart und einmal an einem Abwehrspieler. Die Gäste hingegen setzten in der Schlussphase auch noch einmal auf Offensive und waren stets gefährlich. In der 2. Minute der Nachspielzeit passten die TSVer auf der linken Abwehrseite einmal nicht auf. Glücklicherweise scheiterten die Gäste bei der Großchance am Querbalken. Im Gegenzug setzte sich Alex Bergmann auf der rechten Angriffsseite durch, passte quer und Michael Rottler schob überlegt zum 3:2 Sieg der TSVer ein.

TSV Münchehof: Kevin Lüs – Andreas Geibel Marvin Gerke, Alexander Krause (46./Edgar Elser), Philipp Schittenhelm, Eric Pägert, Michael Rottler, Gerrit Demmig, Alexander Nickel (62./Jannik Dicke), Philip Bergmann (85./Willi Lüders) und Alexander Bergmann.

Münchehof - Heeseberg 2:1

Den zweiten „Last-minute“-Sieg gab es dann am gestrigen Montag. Eigentlich war es schon „last second“, denn nach dem 2:1 durch Niklas Weihberg pfiff der Unparteiische gar nicht mehr an. Alexander Bergmann hatte sich nach einem schnell ausgeführten auf der linken Angriffsseite durchgesetzt, scheiterte mit seinem Schuss aus sieben Metern halblinks am Torwart, doch der Ball gelangte von dort zu Weihberg, der aus kurzer Distanz keine Mühe hatte, den umjubelten Treffer zu erzielen.

Zuvor hatte Trainer Timm Ahfeldt erneut eine gute Leistung seiner Mannschaft gesehen. Die Spielanlage war wie zuletzt im 4-4-2-System mit den beiden Bergmanns Alexander und Philipp ganz vorne drin. Den frühen Rückstand nach acht Minuten hatte zunächst der Sonnabend-Siegtorschütze Michael Rottler schnell nach einer Viertelstunde ausgeglichen. „Wir haben das Spiel kontrolliert und wenige Großchancen zugelassen. Über Kontersituationen waren wir immer mal wieder gefährlich“, berichtete Ahfeldt. In der Offensive beschäftigte insbesondere Alexander Bergmann die gegnerische Abwehr, oft auch zwei oder drei Leute. „Er könnte noch wertvoller sein, wenn er sich nicht zwischendurch immer mal wieder mit dem Schiedsrichter beschäftigen würde. In der zweiten Hälfte war er dann konzentriert“, teilte der Trainer mit.

Die Situation sei nun deutlich besser, als noch vor zwei Wochen. Doch „noch ist nichts gewonnen“, schränkte Timm Ahfeldt ein. Denn nun folgen die Duelle gegen die direkten Konkurrenten Innerstetal und Roklum-Winnigstedt. Und in solchen sah der TSV zuletzt meist nicht gut aus. Es wäre nun an der Zeit, dies zu ändern.dh/ki

Seesen

Schrankenwärter erhält Bewährungsstrafe

Coworking-Space eingeweiht