Michael Thätner neuer NFBz-Leiter

45-jähriger ehemaliger Betriebsdezernent des Forstamtes Seesen wechselt auf Chefposten in Münchehof

Der neue Leiter des Niedersächsischen Forstlichen Bildungszentrums, Michael Thätner (Mitte), mit seinem Vorgänger Peter Winkelmann (rechts) und dem Vizepräsidenten der Niedersächsischen Landesforsten, Klaus Jänich.

Seesen/Münchehof. Seit 1. Juni hat das Niedersächsische Forstliche Bildungszentrum (NFBz) in Münchehof mit Michael Thätner einen neuen Leiter. Hier in der Region ist Michael Thätner kein Unbekannter. Der 45-Jährige absolvierte sein Referendariat im Forstamt Clausthal, ist seit 2006 Angestellter der Niedersächsischen Landesforsten und war in den vergangenen acht Jahren Betriebsdezernent im Forstamt Seesen. „Und damit sozusagen der Kopilot von Forstamtsleiter Henning Geske“, wie der Vizepräsident der Niedersächsischen Landesforsten, Klaus Jänich, jetzt bei der Vorstellung Thätners erklärte. Mit dabei war natürlich auch der Vorgänger „des Neuen“, Peter Winkelmann. Er hatte das NFBz seit November vergangenen Jahres kommissarisch geleitet, nachdem zunächst der einstige Leiter Hans-Ulrich Stolzenburg aus gesundheitlichen Gründen und wenig später dann dessen Stellvertreter Dr. Karl Schumann nach Erreichen der Altersgrenze ausgeschieden waren.

Für Michael Thätner geht es jetzt nach eigenen Worten „erst einmal darum, keine großen Sprünge zu machen, sondern eine Bestandsaufnahme vorzunehmen“. Wohlwissend, dass in den Niedersächsischen Landesforsten dringende Aufgaben zu erledigen sind. „Derzeit ist fast das gesamte Betriebsgeschehen auf die Borkenkäferproblematik und die Sturmschäden fokussiert. Das ist vor allem von großer wirtschaftlicher Bedeutung.“ Gerade in solchen Krisenzeiten zeige sich, dass man sich in den Niedersächsischen Landesforsten aufeinander verlassen könne und sich gegenseitig helfe. Der Norden, der von entsprechenden Schäden nicht so stark betroffen sei, unterstütze dann mit Personal und Material den Süden.

Zwei Dinge seien für die nahe Zukunft auch in Bezug auf das Forstliche Bildungszentrum ganz wesentlich: „Zum einen geht es darum, eine Fläche von 4.000 bis 5.000 Hektar wieder neu aufzuforsten, was für die nächsten Jahrzehnte eine große Rolle spielt; zum anderen wird das Thema Arbeitssicherheit einen nach wie vor hohen Stellenwert einnehmen“, machte der neue NFBz-Chef deutlich.

Nun, auch der laufende Betrieb an seiner neuen Wirkungsstätte wird Michael Thätner und seinen 32 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor Ort nicht viel Zeit zum Verschnaufen lassen. „Allein im vergangenen Jahr wurden hier in Münchehof 256 unterschiedliche Seminare mit insgesamt rund 4.000 teilnehmenden Personen durchgeführt – thematisch von der Psychologie bis zur Forsttechnik reichend“, wusste Peter Winkelmann zu berichten, der Ende Oktober dieses Jahres in den Ruhestand gehen wird. Damit wurde das NFBz seinem Selbstverständnis als Kompetenz-Zentrum für Waldarbeit und Forsttechnik in Niedersachsen und als Servicebetrieb der Niedersächsischen Landesforsten für Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie für die Entwicklung und Erprobung  von Arbeitsausstattungen und -verfahren gerecht. Als wichtigste Aufgabe und oberstes Ziel sieht man beim NFBz die stetige Optimierung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes für die in der Waldwirtschaft arbeitenden Menschen sowie die Erweiterung ihrer Kompetenz.

Die nächste größere Veranstaltung wird schon am 11. Juli die Freisprechungsfeier für mehr als 40 Forstwirtinnen und Forstwirte sein. Im Juli 2020 gibt es in Münchehof dann wieder den MotorsägenCup und 2021 ist das NFBz Austragungsort des Bundesentscheides im Landjugend-Berufswettbewerb.

„Allein schaffe ich das natürlich alles nicht, aber hinter mir steht ein klasse Team“, meinte Michael Thätner abschließend, der sich riesig auf seine verantwortungsvolle Aufgabe freut.kno