Musik querbeet bis Mitternacht

„Musik für Münchehof“ auch bei der fünften Auflage ein voller Erfolg / Erlös für Jugend des DRK-Ortsvereins

Diese beiden jungen Frauen waren wirklich beeindruckend: Angelika Herbener und Ronja Sturm (von links).

Münchehof. Zum bereits fünften Mal hieß es jetzt in Münchehof wieder „Musiker aus der Region veranstalten einen abwechslungsreichen Musikabend“. Das Konzept der Veranstaltung, Musik durch alle Genre, präsentiert sowohl vom Laien, als auch von der Profitruppe, ging auch diesmal komplett auf und dementsprechend war das Publikum mindestens genauso bunt gemischt, wie die Schar der Künstler selbst.

Insgesamt sieben „Acts“ waren auch in diesem Jahr am Start, wobei einige schon bekannte Gesichter zu sehen und hören waren, aber auch drei neue Interpreten verpflichtet werden konnten. Nach der herzlichen Begrüßung durch Mitorganisatorin Dorothea Uthe-Meier eröffneten die „Kammerkrug-Sänger“ aus Bornhausen das Konzert. Bekannte Shantys fehlten ebenso wenig im Repertoire des stimmgewaltigen Männerchors, wie das bekannte Niedersachsenlied, oder aber auch das Steigerlied der Bergleute.

Nach dieser zünftigen Eröffnung trat zum erneuten Mal Nadine Holzenleuchter auf die Bühne. Nadine ist mit ihrem Klavierbegleiter Stefan Röbbel von Anbeginn der Veranstaltungsreihe dabei und trat im letzten Jahr zum ersten Mal mit Sohn Max auf. Auch in diesem Jahr stand der zwölfjährige wieder mit seiner Mutter auf der Bühne und die beiden performten zwei Songs von Peter Maffay. Mit viel Applaus wurde dann auch das dritte Lied „Ewig“, ebenfalls von Peter Maffay, belohnt. Die „Muckemacher“ aus Dankelsheim waren auch schon zum dritten Mal zu Gast in Münchehof und machten ihrem Namen auch diesmal wieder alle Ehre. Mit vier Gitarren und Cajon und bekannten Schlagern und Popsongs verbreiteten sie ordentlich Stimmung und gute Laune im Saal.

Das folgende Duo wurde von vielen schon mit einiger Spannung erwartet. Denn Ronja Sturm aus Bad Grund begeisterte schon im letzten Jahr und stand diesmal mit ihrer neuen Duett-Partnerin Angelika Herbener auf der Bühne. Die Coversongs der beiden jungen Frauen mit Gitarre und/oder Ukulele waren überraschend erfrischend und machten immer wieder Lust auf mehr. Erst nach zwei Zugaben ließ das Publikum die beiden ziehen.

Auf Startplatz fünf war Lena Bokelmann alias „Lenody“ zu Gast. Die erst 19-Jährige, gebürtig aus dem Kreis Northeim, versetzte die Zuhörer in echtes Erstaunen. Begleitet von ihrem eigenen Gitarrenspiel kam ihre kraftvolle Stimme bei den Songs der irischen Rockgruppe „The Cranberries“ verblüffend nah an das Original der verstorbenen Sängerin Dolores O’Riordan. Zum Schluss sang sie mit „Unser Leben“ noch einen eigenen Song und erntete auch dafür viel Anerkennung und Applaus. Anschließend eroberte das Duo „Ritardando“ mit Rita Spaltenberger und Ralf Koschwitz die Bühne. Auch diese Beiden waren schon zweimal in Münchehof zu Gast und begeisterten einmal mehr mit emotionsgeladenen Coversongs aus Pop und Rock.

Den schon traditionell etwas lauteren Abschluss des Abends übernahm in diesem Jahr die Band „Newpast“, die sich dem Rock, dem Folk, aber auch dem Blues verschrieben hat. Die Band besteht zurzeit aus sechs Musikern, die aus dem Raum Goslar, Salzgitter und Seesen kommen. Seit letztem Jahr ist Dorothea Uthe-Meier als Sängerin mit an Bord und so war der Auftritt natürlich Ehrensache. Entgegen der sonstigen Gewohnheit blieb der Großteil des Publikums im Saal. Das lag mit Sicherheit auch an Frontfrau Jola Oledzka-Zogbaum, die mit der Geige ein eher ungewöhnliches Band-Instrument in absoluter Perfektion spielt. Leider fehlte an diesem Abend Flötist und Blues-Harper Uwe Rehberg, sodass einige Lieder umgestellt und umarrangiert werden mussten. Der Spielfreude der Band und der Begeisterung der Zuhörer tat dies jedoch keinen Abbruch, sodass der Auftritt erst nach gut einer Stunde und zwei Zugaben endete.

Bis kurz vor Mitternacht dauerte damit die fünfte Auflage von „Musik für Münchehof“, deren Erlös in diesem Jahr an die Jugendgruppe des DRK-Ortsvereins geht. Initiator Ralf Eine, der diesmal nicht musikalisch aktiv war, zeigte sich zum Schluss mehr als zufrieden mit dem Verlauf und verriet gerne, dass man sich auch im nächsten Jahr wieder auf das tolle Event freuen darf.dum

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