Neue Entwicklung bei BurgerKing

Stadt führt Gespräche auf Hochtouren, möchte aber keine Details preisgeben / Homann: „Bessere Variante“

Seesen. Erfolgt jetzt doch noch eine Kehrtwende bei der Standortfrage zum Thema BurgerKing? Aufgrund einer „nicht vorhersehbaren Entwicklung in den letzten Tagen hat sich“, so teilt es die Stadt Seesen mit, „eine neue Option in Bezug auf den Standort einer BurgerKing-Filiale aufgetan“. Bürgermeister Erik Homann berichtete darüber im Verwaltungsausschuss am Mittwochnachmittag. Mitarbeiter der Stadt Seesen hätten bereits angefangen, intensive Gespräche um ein anderes Grundstück zu führen, allen voran der Verwaltungschef: „Für uns wäre die Alternative die bessere Variante, vor allem die Anwohner würden dadurch entlastet werden“, so Erik Homann.

Wem das Grundstück gehört und wo es liegt, könne die Stadt aufgrund der noch laufenden Verhandlungen nicht offenlegen. „Wir haben erst in den vergangenen Tagen von der Möglichkeit erfahren und sofort das Gespräch gesucht. Wir stehen aber ganz am Anfang der Verhandlungen und bitten daher noch um etwas Geduld“, erklärte Homann.

Gerade vor dem Hintergrund der intensiven Debatten und unterschiedlichen Meinungen zu dem Thema möchte die Stadt die Bürgerinnen und Bürger auf dem Laufenden halten und transparent über die Vorgänge berichten – auch wenn die Verhandlungen noch nicht ausgereift sind.

Dennoch, und insbesondere um die neue Option nicht gleich zu gefährden, gab es keine weiteren Statements mehr zum Thema aus dem Rathaus. Zutreffend ist allerdings, dass es sich weiterhin nicht um die einst als Alternative angedachte Fläche „Wundergarten“ ist, diese ist im Eigentum des Landes Niedersachsen und steht wegen einer Flurbereinigung weiterhin nicht zur Verfügung. Also müsste eine neue Fläche ins Spiel gebracht werden, die sich entweder direkt in unmittelbarer Nähe der genannten Standorte befindet. Weitere Standorte, so hatte Investor Dr. Gisbert Vogt aus Bad Gandersheim auch auf Nachfrage des „Beobachter“ immer wieder betont, kommen aus unternehmerischer Sicht nicht infrage.

Andrea Melone: „Anderthalb Jahre tat sich nichts! Ist das der Wahlkampfdruck?“

Geäußert haben sich dafür andere. Mit Kritik nämlich hat SPD-Fraktionsvorsitzende und Bürgermeister-Kandidatin Andrea Melone auf die neuen Entwicklungen reagiert. Sie wundere sich doch sehr über die plötzliche Regung, dass es nun doch eine Möglichkeit geben könnte, dass der BurgerKing eventuell andernorts errichtet werden könnte.
„Über fast anderthalb Jahre tat sich nichts, ist das der Wahlkampfdruck? Oder hat der Bürgermeister erst jetzt realisiert, was die Bürgerinnen und Bürger wollen?”.

Ein Gutes habe die Sache auf jeden Fall, kommentiert Melone die Vorgänge weiter. „Wir wissen jetzt, dass Stadtentscheidungen unter so einer Führung sehr, sehr lange dauern.“ Dies sei auch eine Art Verlässlichkeit, so die Kontrahentin in einem Statement.uk

Seesen

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