Neues Belebungsbecken auf Klärwerkgelände eingeweiht

Rund zehn Monate haben die Bauarbeiten gedauert

Ingenieure Manfred Hempel-Schierz und Dr. Ralf Denkert, Florian Kreter aus der Abteilung Tiefbau der Stadt Seesen, Dirk Herzog (kaufmännischer Leiter der Abwasserbeseitigung), Bürgermeister Erik Homann, technischer Leiter der Abwasserbeseitigung Alexander Nickel sowie Hans-Gerd Hauser vom Ingenieurbüro Denkert.

Seesen. Die Abwasserbeseitigung der Stadt Seesen hat auf dem Gelände des Klärwerks ein neues Belebungsbecken und ein Gebläsehaus gebaut, zwei weitere Becken zum Belebungsbecken umgerüstet und am Dienstagmorgen in Betrieb genommen. Der Neubau und die Umrüstung der Becken war nötig, um den Klär-Kreislauf auch bei teilweiser Außerbetriebnahme einzelner Becken zu erhalten, denn mit der neuen Belebungsanlage gibt es jetzt insgesamt drei gleich große Belebungsbecken. „Damit haben wir die Belebungsstufe an die aktuellen Anforderungen der Abwasserreinigung angepasst“, erklärt Alexander Nickel, Fachbereichsleiter Bau.

Die alte Belebungsstufe wurde 1968 gebaut und hat bisher die Ansprüche der Reinigung des Abwassers zwar in vollem Umfang erfüllt, „aber nach gut 50 Jahren Betrieb ist das alte Becken teilweise sanierungsbedürftig“, so Florian Kreter aus der Abteilung Tiefbau im Fachbereich Bau. Die Stadt hat reagiert, bevor akuter Handlungsbedarf bestand und hat bereits 2002 erste Untersuchungen durchgeführt.

Nach gründlicher Abwägung unterschiedlicher Varianten fiel die Entscheidung schließlich auf den kompletten Neubau der Belebungsanlage. Rund zehn Monate haben die Bauarbeiten gedauert, bevor das Belebungsbecken am Dienstagmorgen in Betrieb genommen wurde: „Die Schwierigkeit bestand vor allem darin, die Ablaufleitung von dem alten Becken zu trennen und an das neue anzuschließen. Von da an gab es kein Zurück mehr“, so Kreter.

Das Belebungsbecken ist das Herz der biologischen Reinigung des Abwassers: Spezielle Bakterien werden hier mit Sauerstoff versorgt. In dem alten Becken wurde der Sauerstoff durch Kreisel nur oberflächlich in das Wasser geleitet, während das Wasser im neuen Becken durch Druckluft belüftet wird. Ähnlich wie in einem Whirlpool sind am Boden viele Düsen angebracht, die den Sauerstoff in feinen Blasen an das Wasser abgeben. „Das ist verfahrenstechnisch wesentlich effizienter und spart auch Energie“, weiß Bernd Schwerdtfeger, Leiter des Klärwerks.see

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