Regenwetter trübt Bilanz der Seesener BurgWeihnacht
Stadtmarketing zieht Fazit und nennt erste Maßnahmen für 2019
Seesen. Die getroffenen Vorbereitungen für die Seesener BurgWeihnacht klangen vielversprechend: Zwei Stände zusätzlich, mit dem Kinderkarussell eine neue Attraktion und mehr Bühnenprogramm als im Vorjahr. Doch es kam anders, die Verantwortlichen hatten mit einer Komponente zu kämpfen, die unberechenbar ist – nämlich das Wetter.
Letzteres verhagelte oder besser gesagt verregnete die Bilanz gehörig. Sabine Hagemann vom Stadtmarketing zog am Tag nach der diesjährigen BurgWeihnacht im Gespräch mit dem „Beobachter“ ein Fazit. „Wenn es trocken blieb, strömten die Besucher zum Amtsgericht, damit sind wir sehr zufrieden“, sagte Sabine Hagemann. Leider war das oft nur zwei Stunden am Stück der Fall, so unter anderem am Samstagabend. „Wenn es geregnet hätte, wäre ich nicht gekommen“, war vor Ort zu hören. So ging es offenbar vielen Seesenern und Auswärtigen bei diesem insgesamt viertägigen Event.
Die Stimmung ist auch ein Stück weit gedrückt. Denn viele Neuerungen zündeten nicht so richtig beziehungsweise verpufften förmlich aufgrund der wenigen Besucher vor Ort. Im Vergleich zum Vorjahr versuchten die Macher neue Impulse zu setzen. Zur Erinnerung: 2017 gab es als Highlight die Lasershow, dafür weniger Bühnenprogramm. Vor allem Letzteres sollte vor allem diesmal vor allem auch die Familien mehr ansprechen. „Wir haben beobachtet, dass viele Eltern mit ihren Kindern zur BurgWeihnacht kommen“, erläutert Sabine Hagemann eine Erkenntnis aus dem Vorjahren. Doch die Besucher blieben aus.
Bei einem Programmpunkt schauten nur drei Kinder zu, am Sonntag bei „JoJo’s Weihnachtsshow – Warten auf’s Christkind“ versammelt sich nur fünf Kinder an der Bühne, obwohl sich die Künstler alle Mühe gaben.
Darüber hinaus wurde den Besuchern zur abendlichen Stunde ein Showprogramm mit Livemusik und am Sonntag sogar eine Feuershow geboten. Letztere zeigt, was für Potential eigentlich da ist, denn zahlreiche Besucher schauten sich das Spektakel im Licht der Sehusaburg an.
Rund 20 Stände, so viel wie noch nie, lockten zum Weihnachtsmarktbummel. Die beiden stärksten Besuchertage waren Donnerstag und Freitag, vom Wochenende hätten sich alle deutlich mehr versprochen. Eine Sache werden die Verantwortlichen wieder rückgängig, obwohl von den Besuchern gewünscht, machen. „2019 werden wir am Sonnabendmittag nicht mehr öffnen, es bringt einfach nichts“, unterstreicht Sabine Hagemann und nennt zugleich eine Neuerung für das kommende Jahr. Kein Besucher verirrte sich um diese Uhrzeit auf den Platz.
Bei der Seesener BurgWeihnacht gab es aber auch schöne Momente. Aufsteller, Pfefferkuchenhaus und der Schlitten waren beliebte Fotomotive, um den Moment fürs Familienalbum festzuhalten. Eine Sache bestätigten die Händler Sabine Hagemann gegenüber, nicht nur die Seesener, sondern auch Besucher von außerhalb kamen zur BurgWeihnacht. Selbst Harzurlauber, die in der Region weilten, davon gelesen haben und wissen wollten, was sich dahinter verbirgt, kamen in die Sehusastadt. Das sollte Mut machen, vielleicht klappt es 2019 dann mit dem Wetter.syg