Sanierung B243: Ortsteile sollen schnellstmöglich entlastet werden

Auf dem Seesener „Autobahnzubringer” fehlt die finale Asphaltschicht / Wetter führt zu Problemen

Blick an der Anschlussstelle Seesen: Auf der linken Seite ist bereits die neu gestaltete Straße zu sehen, rechts fehlt auf einer Länge von insgesamt vier Kilometern noch die finale vier Zentimeter starke Deckschicht. Diese Arbeiten sollen in der kommenden Woche realisiert werden.

Seesen. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Täglich rollen rund 15.000 Fahrzeuge über den Seesener Autobahnzubringer, die B243. Aufgrund der Sanierung muss der Verkehr seit Wochen über die Dörfer gelotst werden. „Wir versuchen, die Ortsteile schnellstmöglch zu entlasten, indem wir die B243 so schnell wie möglich in beide Fahrtrichtungen wieder freigeben”, erklärt Frank Rüffer, Leiter der Straßenmeisterei Seesen, am Freitag beim Vor-Ort-Termin. Gemeint sind vor allem Münchehof, Herrhausen und Seesen, über die drei genannten Orte führt der Umleitungsverkehr.  Bekanntlich wird auf der B243, zwischen Seesen und der Schlackenmühle, gebaut. Von Seesen wird der Verkehr einspurig in Richtung A7-Anschlussstelle sowie nach Osterode und Bad Gandersheim geführt. Eigentlich sollte die finale Schicht auf die Bundesstraße längst aufgebracht sein, doch es gibt Probleme.

Da die B243, wie erwähnt, stark befahren ist, haben sich die Verantwortlichen quasi für eine verstärkte Straßendecke entschieden. Das heißt, vor Ort werden insgesamt 30 Zentimeter aufgetragen. Zum Vergleich: Auf der B248, der Lutteraner Ortsdurchfahrt, waren es im vergangenen Jahr insgesamt 26 Zentimeter in drei Schichten – die Trag-, Binde- und Deckschicht.  Aktuell sind laut Rüffer auf dem Autobahnzubringer diese 26 Zentimeter schon erreicht, doch es ist nicht das Ende.

Es fehlt die vier Zentimeter starke Deckschicht, die aus einem hochwertigen und robusten Asphalt besteht, besonders  geeignet für Straßen mit erheblichem Schwerlastverkehr, auch das ist hier der Fall.  Doch dieser Asphalt erfordert beim Einbau gewissen Rahmenbedingungen: „Die Temperatur muss beim Einbau bei mindestens sieben Grad Celsius liegen, damit der Asphalt die Verbindung eingeht”, sagt Frank Rüffer. Wer das Thermometer der letzten Tage im Blick hatte, weiß, dass die äußeren Bedingungen überhaupt nicht stimmten. Teilweise weit unter sieben Grad Celsius lag die Temperatur, daher wurden die Arbeiten verschoben. In der kommenden Woche muss das Ganze endlich über die Bühne gehen, denn laut Planungen soll der Zubringer vor Weihnachten wieder in beide Richtungen befahrbar sein. Gut drei Wochen bleiben noch. 

Die Wettervorhersage für die kommende Woche stimmt Frank Rüffer in Sachen Temperatur froh, doch es soll auch regnen. Ein weiteres Probelm, das beim Einbau beachtet werden muss. Sollte es die Woche nicht klappen, gibt es zwar noch die Möglichkeit, es in der Woche vom 10. bis 14. Dezember zu probieren, doch erfahrungsgemäß wird das Wetter kaum besser.

Einen Plan B gibt es, sollte der Einbau partout nicht funktionieren: „Dann werden wir den Verkehr über die aktuelle Binderschicht fahren lassen und die Deckschicht im kommenden Jahr auftragen”, sagt Frank Rüffer. Postive Erfahrungen hat der Leiter der Straßenmeisterei, dass das funktioniert, bereits auf der B248, zwischen Lutter und Könneckenrode, gemacht. Damals musste darauf zurückgegriffen werden, da ein Kälteeinbruch die finalen Arbeiten verhinderte. Muss der angesprochene Plan B greifen, können sich alle Verkehrsteilnehmer bereits auf Tempo 50 km/h auf dem Autobahnzubringer einstellen. „Die Schwerlaster würden bei höherer Geschwindigkeit zu große Schäden auf der Binderschicht anrichten”, betont Rüffer. So weit soll es nicht kommen. Das Ziel ist klar, Einbau zwischen dem 3. und 7. Dezember.

Neben der Straße gibt es auf der gut vier Kilometer langen Strecke noch eine ganze Menge zu tun. So müssen unter anderem noch die Ampelanlagen fertig installiert und die Leitungen gezogen werden.syg

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