Schwerverletzter nach Messerstich in den Kopf

Polizei und Staatsanwaltschaft informieren über den Polizeigroßeinsatz in Seesen

Ein Polizeiwagen positionierte sich am Mittwochnachmittag unterhalb des Wohngebietes Sonnenberg in Seesen. Die groß angelegte Polizeiaktion sorgte in Seesen für Aufsehen.

Seesen. Gleich zwei zusammenhängende Polizeieinsätze gab es am Dienstag und Mittwoch in Seesen: Wie Polizei und die Staatsanwaltschaft Braunschweig mitteilten, kam es aus noch nicht geklärten Umständen am Dienstagabend gegen 19.30 Uhr vor einem Wohnhauses im Seesener Stadtgebiet zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen. Im weiteren Verlauf wurde ein 23-Jähriger aus Springe geschlagen und zudem mit einem Messer in den Kopf gestochen. Der 23-Jährige wurde bei dem Vorfall schwer verletzt und nach medizinischer Erstversorgung mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht, wo sich eine intensivmedizinische Behandlung anschloss.

Im Rahmen der unmittelbar nach Bekanntwerden der Straftat eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen konnte im Oberharz ein verdächtiger Pkw festgestellt werden. Die vier Insassen wurden als Tatverdächtige vorläufig festgenommen und in den Gewahrsam der Polizeiinspektion Goslar gebracht.
Im Zuge der weiteren Ermittlungen ergaben sich darüber hinaus Hinweise auf eine weitere tatbeteiligte Person, die am Mittwochnachmittag in Bad Harzburg unter Beteiligung von Spezialkräften aus Braunschweig festgenommen werden konnte.

Im Laufe des Mittwochvormittags war festzustellen, dass sich am Wohnort der Familie des Opfers zahlreiche Personen zusammenfanden. „Zur Verhinderung von möglichen Aktionen der Familie erfolgten daraufhin aus gefahrenabwehrrechtlichen Gründen konsequente Gefährderansprachen, die vor Ort unter starkem Kräfteeinsatz und mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei aus Braunschweig durchgeführt wurden“, heißt es in der Mitteilung. Genau diese groß angelegte Polizeiaktion im Wohngebiet am Sonnenberg verbreitete sich in Seesen am Mittwoch wie ein Lauffeuer.

Alle in dem Fall bisher Festgenommenen wurden in Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Braunschweig nach ihren Vernehmungen wieder entlassen, da die Staatsanwaltschaft aufgrund der weiterhin nicht geklärten Tatumstände keinen dringenden Tatverdacht sah.
Die Ermittlungen zum Sachverhalt dauerten am Donnerstag noch an.red/syg

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